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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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und  Verdienste,  beurkundet  durch  die  Herausgabe  literarischer
Werke,  sollten  besonders  beachtet  werden.
Damit  für  die  Professoren  stets  die  Möglichkeit  vorhanden
sei,  sich  literarisch  bemerkbar  zu  machen  ,  sollte  auf  Kosten  der
Regierung  ein  literarisches  Journal  gegründet  werden,  an  welchem
sich  der  Einzelne  bis  auf  einen  gewissen  Punct  betheiligen  müsse.
Ausserdem  wurde  die  ßüchercensur  den  hohen  Schulen  übergeben
und  jede  Facultät  mit  jenem  Verwaltungszweige,  mit  dessen
Functionen  sie  in  einer  gewissen  Wechselwirkung  stehe,  in  Verbindung ­
  gesetzt.
Abgesehen  von  einer  zwcckmässigeren  Organisation  der  obersten ­
  Leitung  wurde  an  jedem  Sitze  einer  hohen  Schule  für  einen
bestimmten  Landesbezirk  ein  sogenannter  Studienconsess  aus  den
Vorständen  der  verschiedenen  Studienabtheiluugen  zusammengesetzt, ­
  welcher  eine  Inspection  über  seinen  Lehrbezirk  haben,  der
Regierung  für  Verbesserungen  Vorschläge  machen  und  auch  die
Vorschläge  zu  erledigten  Lehrkanzeln  erstatten  sollte.  Grössere
und  kleinere  Zusammentretungen  von  Lehrern  wurden  gleichfalls
angeordnet,  um  das,  was  etwa  in  Ansehung  der  Studiengegenstände,
der  Methode  u.  s,  w.  zu  erinnern  sein  möchte,  in  Ueberlegung
zu  nehmen.
In  Ansehung  der  Lehrbücher  war  verordnet,  dass,  wenn  in
den  einzelnen  höheren  Studienabtheilungen  ein  Lehrer  nach  einem
anderen  Werke  und  allenfalls  seinem  eigenen  vortragen  wolle,  er
hiezu  die  Bewilligung  mit.  Anführung  seiner  Gründe  und  seines
Werkes  anzusuchen  habe.
Diese  und  mehrere  andere  Bestimmungen  des  Gesetzes  zeigten,
dass  es,  obgleich  die  bis  dahin  bestandenen  Grundlagen  des  Unterrichtssystems ­
  fortdauerten,  wirklich  auf  Verbesserungen  abgesehen
sei.  Das  gesammte  Personale  des  Lehrstandes  begrüsste  daher  mit
Freuden  die  Hoffnungen,  welche  sich  zeigten.  Es  gab  aber  schon
damals  in  diesem  Staude  viele  und  noch  mehrere  in  dem  Stande
der  praktischen  Beamten,  welche  nicht  glaubten,  dass  dieser
Studienplan  sich  gehörig  entwickeln  und  durchaus  zur  Ausführung
kommen  werde.  Die  etwas  grössere  Belastung  der  Finanzen  schien
ihnen  der  minder  schwierige  Punct  zu  sein,  denn  genau  erwogen,
erschien  sie  sehr  unbedeutend  ;  aber  das  Wichtigere  war  ihnen
der  Einfluss  der  hohen  Schulen  auf  die  Büchercensur,  die  grosse
            
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