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und Verdienste, beurkundet durch die Herausgabe literarischer
Werke, sollten besonders beachtet werden.
Damit für die Professoren stets die Möglichkeit vorhanden
sei, sich literarisch bemerkbar zu machen , sollte auf Kosten der
Regierung ein literarisches Journal gegründet werden, an welchem
sich der Einzelne bis auf einen gewissen Punct betheiligen müsse.
Ausserdem wurde die ßüchercensur den hohen Schulen übergeben
und jede Facultät mit jenem Verwaltungszweige, mit dessen
Functionen sie in einer gewissen Wechselwirkung stehe, in Verbindung
gesetzt.
Abgesehen von einer zwcckmässigeren Organisation der obersten
Leitung wurde an jedem Sitze einer hohen Schule für einen
bestimmten Landesbezirk ein sogenannter Studienconsess aus den
Vorständen der verschiedenen Studienabtheiluugen zusammengesetzt,
welcher eine Inspection über seinen Lehrbezirk haben, der
Regierung für Verbesserungen Vorschläge machen und auch die
Vorschläge zu erledigten Lehrkanzeln erstatten sollte. Grössere
und kleinere Zusammentretungen von Lehrern wurden gleichfalls
angeordnet, um das, was etwa in Ansehung der Studiengegenstände,
der Methode u. s, w. zu erinnern sein möchte, in Ueberlegung
zu nehmen.
In Ansehung der Lehrbücher war verordnet, dass, wenn in
den einzelnen höheren Studienabtheilungen ein Lehrer nach einem
anderen Werke und allenfalls seinem eigenen vortragen wolle, er
hiezu die Bewilligung mit. Anführung seiner Gründe und seines
Werkes anzusuchen habe.
Diese und mehrere andere Bestimmungen des Gesetzes zeigten,
dass es, obgleich die bis dahin bestandenen Grundlagen des Unterrichtssystems
fortdauerten, wirklich auf Verbesserungen abgesehen
sei. Das gesammte Personale des Lehrstandes begrüsste daher mit
Freuden die Hoffnungen, welche sich zeigten. Es gab aber schon
damals in diesem Staude viele und noch mehrere in dem Stande
der praktischen Beamten, welche nicht glaubten, dass dieser
Studienplan sich gehörig entwickeln und durchaus zur Ausführung
kommen werde. Die etwas grössere Belastung der Finanzen schien
ihnen der minder schwierige Punct zu sein, denn genau erwogen,
erschien sie sehr unbedeutend ; aber das Wichtigere war ihnen
der Einfluss der hohen Schulen auf die Büchercensur, die grosse