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schrift, von der Beobachtung des neuen Mondes durch den Chalifcn
Omer.
II. (S. 18.) Ein Schlangenfänger stiehlt von einem andern eine
Schlange; dieser Absatz ist der kürzeste des ganzen Werkes,
denn er hat nur sechs Distichen.
III. (S. 19.) Ein Gefährte des Herrn Jesus bittet ihn, vermorschte
Gebeine wieder zum Leben zu erwecken. Des Herrn
Jesus geschieht im Mesnewi sehr häufig Erwähnung und es würde
der Mühe lohnen, die darin befindlichen verschiedenen Legenden
zusammen zu stellen, wie Pfarrer Barth zu Möttlingen aus dem
zu Teheran gedruckten Hajatul-Kalub, die Mythen des
Lebens Jesu, zusammengestellt hat. Nebst dem Herrn Jesus
wird von allen moslimischen Propheten der ägyptische Joseph,
auf welche sich zahlreiche Verse des Mesnewi beziehen, darin
am häufigsten erwähnt.
IV. (S. 20.) Ein Sofi ermahnt einen Diener, einLastthier zu
heilen, und dieser antwortet ihm mit den Worten: Es ist keine
Macht und keine Kraft als bei Gott.
V. (S. 21.) Erzählung von der ßerathung Gottes mit den
Engeln, über die Erschaffung des Menschen.
S. 32, kömmt das berühmte Wort Dfchoneid’s: Ich bin
Gott—vor, welches von so vielen Seiten der Lehre der Sofis
den Vorwurf des Pantheismus zugezogen hat; der Dichter hebt
die grosse Verschiedenheit des Sinnes hervor, den dieses Wort
im Munde des Mystikers Manfsur und des Tyrannen Pharao
hat, indem es bei jenem die Bedeutung des Aufgehens in Gott, bei
diesem die der Selbstvergötterung hat.
VI. (S. 46.) Die Sofi eines Klosters verkaufen den Esel
eines Gastes, um damit die Kosten ihres Reigens zu bestreiten.
VII. (S. 50.) Hier beginnt die Geschichte des Bankbrüchigen
(Bankerottiers) ohne besondere Ueberschrift mit dem
Distichon.
Höre die Geschichte, dass du wissest,
Dass durch Geiz die Ohren du verscliiiessest.
VIII. (S. 53.) Klage der Eingekerkerten beim Richter, über
den Bankbrüchigen.
IX. (S. 55.) Ende der Erzählung des Bankbrüchigen.
X. (S. 72.) Ein König prüft zwei neugekaufte Sclaven.