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man alles finden werde, die Zeit so spärlich (nach Wochen) zugemessen
ist. Referent beklagt also , dass dieser Reise nicht früher
eine längere Frist zugemessen war und dass die Umstände nicht
zuliessen, dieselbe zu erweitern. — Es würde mithin jedenfalls
eine zweite Reise nach Norden, auf der unter andern auch Königsberg
berücksichtigt werden müsste, und zwar mit längerer
Zeitfrist unserer Forschung erspriesslich sein. — Doch, kömmt
Zeit, kömmt Rath; die literarischen Reisen werden für uns Oesterreicher
erst beginnen, hoffentlich wird unsere Akademie dazu die
nöthigen Mittel erübrigen können!
Ich will nun kurz andeuten, auf welche G esichtspuncte
oder Rubriken sich Dudik’s Forschungen und literarische
Sammlungen erstreckten, man wird daraus ersehen, dass Geschichte
und Literatur im Allgemeinen dabei berücksichtigt wurden.
Dudik sammelte:
1. Ein Verzeichniss höchst seltener böhmisch er Druckwerke.
2. Ergänzungen und Berichtigungen der sogenannten Zdiarer
Chronik.
3. Eine Anzahl wichtiger bis jetzt unbekannter Briefe des berühmten
Gelehrten Johann Amos Comenius (eines geb. Mährers).
4. Eine vollständige Abschrift des Podlazicer Nekrologs.
5. Wichtige bis jetzt unbekannte (?) Documente und Chroniken
des deutschen Ordens.
6. Eine österreichische Reimchronik (wohl die Ottokar
Horneck’s), Handschrift des fünfzehnten Jahrhunderts.
7. Eine andere österreichische Chronik vom Jahre 1395.
(Die sogenannte Hagen’sehe, aber in älterer.und besserer Gestalt.)
(?)
8. Eine gleichzeitige Handschrift des Dlugo ss.
9. Schriften theologischen und juridischen Inhalts, welche in
Prag verfasst und geschrieben wurden, in den Jahren 1366, 1374,
1376, 1383, 1399 u. s. w.
10. Zusätze zur Geschichte der Concilien von Constanz und
Basel. (Verglichen mit Van der Hardt.) — Unter andern die Verhandlungen
zu Iglau! — (?) ')
J ) Darauf sind wir gar sehr gespannt, möge Herr Dudik unserer Concilien-Commission
bald nähere Nachrichten geben über diese „Zusätze.”