Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

679

Herr  Dudik  hat  unermüdet  gearbeitet  und  ich  war  erstaunt
über  die  Masse  seiner  Excerpte  und  Notizen,  möchte  er  doch  die
Musse  gewinnen,  über  die  Ergebnisse  seiner  Forschungen  nicht
bloss  umständlichen  und  gründlichen  Bericht  abzustatten,  sondern
auch  gewisse  historische  Ergebnisse  förmlich  auszuarbeiten  und
mit  anderweitigen  Forschungen  zu  verknüpfen.
Ich  könnte  nur  innigst  bedauern,  wenn  dieser  eifrige  und
fähige  Mann,  der,  bisher  als  Gymnasiallehrer  mit  Arbeiten  niedergedrückt, ­
  nur  seine  Mussestunden  der  vaterländischen  Geschichte
widmen  konnte,  nicht  eine  Stellung  fände,  die  es  ihm  zur  Pflicht
machte,  seine  ganze  Zeit  auf  Forschung  und  Sammlung  zu
verwenden.
Sollte  der  mährische  Landes-Ausschuss,  der  so  viel  schon
für  seine  Landes-Geschichte  geopfert  hat,  nicht  Herrn  Dudik
ganz  für  sich  gewinnen  können?!
Dudik  kam  am  1.  Juni  dieses  Jahres  nach  Stockholm,
seine  Arbeiten  dort  konnte  er  erst  am  10.  Juni  beginnen;  er  benützte ­
  daselbst  die  königliche  Bibliothek,  das  Reichs-Archiv,  das
sogenannte  Collegium-Archiv,  die  Engeström’sche  Bibliothek.  —
Am  14.  September  verliess  er  Stockholm,  benützte  noch  Archiv
und  Bibliothek  in  Drottni  ngh  olm,  Archiv  und  Bibliothek  in
Skokloster,  die  Bibliotheken  in  Upsala,  West  er  äs,  Strengnäs,
  Bergshammer,  Linköping,  Lund.
Auch  zog  er  genaue  Nachrichten  über  die  Bibliotheken  zu
Lafsta,  Brukind,  Wexö  und  andere  ein.  In  Lund  stellte  er
zusammen  die  verschiedenen  in  Schweden  und  Polen  gemachten
Münzfunde  (böhmischer,  ungrischer,  deutscher,  angelsächsischer
und  kulischer  Münzen  '),  um  die  alten  Handelsverbindungen  nachzuweisen. ­
  Die  böhmischen  Münzen  gehen  nicht  über  den  ersten
König  Wladislaw  (c.  1080)  hinauf,  die  ungrischen  sind  gleichzeitig ­
  mit  den  böhmischen  (?).
Mit  Kop  enhagen  machte  Dudik  den  Schluss,  da  seine  Zeit
leider  schon  um  war.  Es  ist  immer  beklagenswerth,  wenn  bei
einer  literarischen  Reise,  die  sich  voraus  so  schwer  berechnen
lässt,  da  man  doch  unmöglich  von  vorne  herein  wissen  kann,  was

’)

Denn  immer  in  dieser  Verbindung  kommen

die  aufgefimdenen  Münzen

44  *

vor.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.