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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Fasse  ich  min  die  Resultate  des  kurzen  Ausfluges  von  14  Tao

gen  zusammen,  so  kann  ich  sie  nur  in  Erweiterung  der  Kenntniss
finden  von  dem  was  an  literarischen  Schätzen  und  schätzenswerthcn
Persönlichkeiten  in  verschiedenen  Städten  namentlich  in  Laibach,
Triest,  Venedig  und  Klagenfurt  zu  finden  ist;  ich  habe  wo
möglich  noch  dringender  die  Nothwendigkeit  einsehen  gelernt,
dieselben  zu  benützen.  Möchte  doch  die  Verbindung  mit  den  vorhandenen ­
  Capacitäten  und  den  entweder  unserer  Akademie  bereits
einvcrleibten  oder  noch  einzuverleibenden  Sammlern  und  Förderern
unserer  vaterländischen  Geschichte  und  Literatur  eine  innigere
und  lebhaftere  werden.
Unsere  Akademie  sollte  den  ursprünglichen  Zweck  ihrer
Stiftung  wohl  vor  Augen  behalten,  sie  soll  ein  geistiges  Rand  der
vielen,  so  höchst  verschiedenen  Bestandteile  unsers  grossen  Kaiserstaates ­
  werden,  dazu  gehört  aber  eine  positive  Haltung,  ein
Entgegenkommen,  ein  Auffordern  und  Aufsueben  der
vorhandenen  Kräfte.  Nicht  warten  soll  man,  ob  irgend  Jemand
auftauche,  der  etwa  durch  gediegene  literarische  Arbeiten  unsere
Aufmerksamkeit  und  Beachtung  verdiene.  Ich  glaube,  unsere  Akademie ­
  sei  berufen,  zu  wecken  und  Arbeiten  zu  veranlassen,  solche
kräftig  zu  unterstützen.  —  leb  habe  in  dieser  Beziehung  einige
Fingerzeige  gegeben!
Kaum  war  ich  von  meinem  Ausfluge  zurückgekehrt,  so  besuchte ­
  mich  der  so  eben  von  seiner  literarischen  Reise  nach
S  ch  w  eden  zurückkehrende  mährische  Geschichtsforscher  Dudik,
  und  theilte  mir  freundlichst  in  raschem  Ueberblicke  die  Resultate ­
  seiner  Forschungen  mit.
Ich  habe  in  einer  der  früheren  Sitzungen  unserer  Classe
einige  Mittheilungen  aus  einem  Schreiben  dieses  unermüdeten
Forschers  gegeben,  die  mit  Recht  Ihre  Aufmerksamkeit  erregten.
Ich  kann  natürlich  hier  nicht  vorgreifen  und  in  einem  ausführlicheren ­
  Vortrage  die  Ergebnisse  seiner  viermonatlichen  literarischen ­
  Reise  auseinandersetzen.  —  Ich  habe  dazu  kein  Recht.  —
Die  kaiserliche  Akademie  hat  ihn  nicht  gesendet,  sondern  der
preiswürdige  L  an  de  s  -  Aussc  hu  ss  seines  Vaterlandes.  Ja
Mähren  hat  in  der  letzten  Zeit  durch  mehrfache  Unterstützung
literarischer  Arbeiten  bewiesen,  dass  dort  der  regste  Sinn  für
seine  Geschichte  und  Literatur  lebe  und  walte.
            
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