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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Wie  merkwürdig  und  wirklich  überraschend  sind  die  zahlreichen ­
  Denkmäler  an  der  Aussenseite  der  Kirche  zu  Maria-Saal,
  theils  aus  der  Römerzeit,  theils  aus  dem  Mittelalter;  die
wenigsten  derselben  sind  schon  beschrieben,  noch  weniger  aber
abgebildet,  und  es  ist  keine  Zeit  zu  verlieren.  Bereits  ist  das
interessante  sogenannte  ewige  Liebt  vor  der  Kirche  um  seine
Spitze  gekommen.
Wird  denn  die  schöne  Idee,  die  vorhandenen  Denkmäler  unter
höhere  Obhut  zu  stellen  und^genaue  Kunde  von  ihnen  einzuziehen
und  sie  bildlich  wenigstens  zu  verewigen,  nicht  in  die  Wirklichkeit
treten  ?
Wie  viel  hätte  der  vaterländische  Verein  in  Kärnten  (wie
die  übrigen  Landes-Museen)  Stoff  zu  sammeln  und  zu  besprechen.
Sehr  betrübte  mich  die  erhaltene  Kunde,  dass  das  vom  historischen
Vereine  für  Kärnten  herausgegebene  „Archiv  für  vaterländische
Geschichte  und  Topographie,”  dessen  zweiter  Jahrgang  (mit  drei
lithograpliirten  Tafeln)  vorliegt'),  kaum  mehr  fortgesetzt  werden

*)  Der  zweite  Jahrgang  hat,  wie  der  erste,  zwölf  Bogen  im  Umfange.  Er
enthält  zahlreiche  Notizen  und  manche  verdienstliche  Aufsätze.  —  1.  Die
Römer-Denk  male  bei  Hohenstein  im  Glanthale  Kärntens  (antiquarische ­
  Notiz  vom  Vereins-Secretär  Gallenstein),  S.  1  —19.  Das
Resultat  dieses  Aufsatzes  geben  die  Worte:  „Ich  glaube  also,  wie  schon
„gesagt,  die  Annahme  aufstellen  zu  dürfen,  dass  die  bei  Hohen-„stein
  im  Glanthale  aufgefundenen  Ueberreste  römischer  Gebäude
„einem  Isis-Tempel,  und  zwar,  einem  der  zu  Noreja  besonders
„verehrten  —  man  könnte  also  füglich  sagen  —  der  noreischen
„Isis  geweihten  Heiligthume  angehörten.”  —
2.  *  „Ungedruckte  Materialien  zur  Kirchengeschichte  Kärntens  im
„sechzehnten  Jahrhunderte”  (Forts,  von  S.  83  —  91  des  ersten  Jahrgangs),
S.  19  —  31.  (X.  Arnoldstein.  XI.  Maria-Saal.  XII.  Probstei  St.
Magdalena  in  Völkermarkt.  XIII.  Gurnitz).  —  Interessant.
3.  „Mittheilungen  aus  den  kärntnerischen  Lehensacten”  (96  Notizen ­
  aus  den  Jahren  1307—1551),  S.  31—47.
4.  „Zur  Geschichte  der  Fugger  im  bambergischen  Kärnten”  (1495—
1665).  S.  47—50.
5.  „Die  L  ichtensteiner  in  kärntnerischen  Urkunden”  (vom  26.  April
1145  bis  14.  Febr.  1280,  25  Stücke).  S.  50—55.
6.  *  „Beiträge  zur  kirchlichen  Topographie  von  Kärnten”  (aus  dem
Viktringer  Archiv),  S.  56—88.  (1701  —1781.)  —  Interessant.
7.  „Notizen  zur  Geschichte  von  Wolfsberg”  (gesammelt  von  Joseph ­
  Wagner),  (17.  u.  18,  Jahrhundert),  S.  88—89.
            
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