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digen Auszug, den ich aber liier nicht mittheilen kann. Die venetianische
Staalsklugh'eit spricht sich darin vollkommen aus.—
Angehängt ist: Privilegio accordato alla cittä di Portogruaro,
e Serie dei Podestä. Das Privilegium ist vom Dogen Thomas Mocenigo,
ddo. 29. Mai 1420. Es ist zwar schon früher gedruckt worden
(1677 in Venedig bei Jacopo Zattoni), verdient aber wegen seiner
Wichtigkeit den Wiederabdruck; es regelt die Verhältnisse der aus
der Herrschaft des Patriarchen von Aquileja unter die Venedigs
gekommenen Stadt. Dieselbe muss dem von der Republik bestellten
Podestä (Rector) 300 Ducaten Jahrgebalt geben, ihre Einkünfte
bleiben wie bisher bei 2000 Pfund kleiner (Pfenninge) ; davon hat
sic alle Ausgaben zu bestreiten („quoniam dicti introitus consue-„verunt
dispensari in salariis medicorum phisice et cirogie, Rec-„toris
scolarum, Cancellariorum preconum communitatis et aliorum
„officialium ac pro refectione pontium ct aliorum necessariorum
„circa dictam terram”).
Die Abgeordneten der Stadt hatten als zweiten Punct erbeten:
„quod dominatio nostra dignetur concedere, quod quatuor cives de
„maiori consilio dicti Portusgruarii eligendi de sex in sex menses
„sint una cum potestate nostre dominationis ad reddendum ius lam
„in civilibus quam criminalibus unieuique seeundum mores suos
„etc.” Der Doge gewährt die Bitte nur theilweise, nämlich : „quod
„eligantur quatuor cives seeundum quod in capitulo continetür qui
„sedere debeant cum Rectore nostro et administrent ius in civilibus
„per maiorem partem eorum in criminalibus autem solus
„R ector nosterminist rare d e b e a t iustitiamquiasic
„ s e r v a r i f a c i m u s inaliisterris n o s t r i s.” Auch b ei den
übrigen sechs Punclen zeigt sich die Klugheit und Consequenz der
herrschsüchtigen Republik.
Verdienstlich ist die Reihenfolge der Podestä, welche Venedig
von 1420—1797 nach Portogruaro schickte.
Möge der gelehrte Cicogna fortfahren, aus den reichen Schätzen
seiner noch so viel darbietenden Handschriften-Sammlung
geschichtliches Materiale zu schöpfen und zu spenden.
Ich hoffe, dass auch unsere Publicationeri von seiner Hand noch
Manches publiciren werden, ich habe ihn dazu dringend aufgefordert.
Auf dem Heimwege schnell das fruchtbare und interessante
Friaul durchstreifend, dachte ich an die in Venedig aufgespeicher-