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Sammlungen, der unserer Akademie als correspondireudes Mitglied
angehört, ich meine den verehrten Herrn Emmanuele Antonio
Cicogna, Secretär des k. k. Appellations - Gerichtes zu
Venedig.
Herr Cicogna gehört zu den eifrigsten, glücklichsten und
liebenswürdigsten Sammlern und Freunden vaterländischer Geschichte
und Literatur. Seine Bibliothek gehört zu den reichsten,
welche über venetianische Geschichte und Literatur existiren.
Mehr als dreitausend Handschriften, viele darunter von grossem
Werthe für die Literatur, zieren dieselbe. Von Druckwerken wird
ihm wohl wenig fehlen, das heisst von solchen, welche kleineren
Umfangs sind und häufig unbeachtet bleiben. Und diese seine
handschriftlichen und typographischen Schätze hat er sorgfältiggeordnet
und verzeichnet, seine Kataloge sind eine Fundgrube
von gelehrten Nachweisungen und Bemerkungen. Ich bekam
eben so grosse Hochachtung vor dem unermüdlichen Fleisse des
Besitzers, als mich die Grösse und Bedeutung dieser wissenschaftlichen
Schätze mit Bewunderung erfüllten. Möge diese
Sammlung zum Besten der Wissenschaft ungetheilt beisammen
bleiben und dereinst zum öffentlichen Gebrauche bestimmt
werden.
Herr Cicogna hat aber seine seltenen Schätze und sein reiches
Wissen gemeinnützig gemacht durch zahlreiche Publicationen
1 ). Man darf sagen, Venedig hat seinem Eifer solche Werke
*) Ich besitze ein Heft in 8°. von 48 Seiten, welches einen Thcil der Publicationen
Cicogna’s anfuhrt: „Di alcuni scritti pubblicati da Emmanuele
„Antonio Cicogna Veneziano dall* anno MDCCCVI1I al MDCCCL.” (Cicogna
ist 1789 geboren.)
Sie sind in vier Classen getheiit: I. Originali in prosa (Nro. I—JjII).
II. Originali in verso (Nro. L1II — LX). .III. Traduzioni dal latino (Nro.
LXl — LXIV). IV. Cose altrui che furono pubblicate con prefazioni, od
annotazioni di Emmanuele Cicogna (Nro. LXV—CIV).
Am Ende heisst es: „In questo elenco si sono ommesse molte altre
„produzioni a stampa del Cicogna inserite in alcuni Giornali, Gazzette
„pubbliche, o altre collezioni; molte pocsie volanti laline ed italiane che
„trovansi nelle raccolte; molte epigrafi latine ed italiane, alcune delle
„quali furono gia scolpite in marmo o nelle Chiese di Venezia o nel Ci-„milero,
o nei luoghi pubblici della Citta, a compiacere i privati, o ad
„obbedire a pubbliche autorita. Ed in quanto a cose stte manoscritte e