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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Dei 1  Zweck  dieser  adeligen  Gesellschaft  der  V  e  r  e  in  igt  en
scheint  aber  weniger  eiu  literarischer  als  ein  frommer  und  religiöser ­
  gewesen  zu  sein,  es  war  eine  Art  adeliger  Bruderschaft.  —
Jedenfalls  verdient  diese  Handschrift  Beachtung,  denn  sie  enthält
die  umständlichen  Biographien  der  Mitglieder.
Das  krainerische  Landes-Museum  bewahrt  nicht  wenige
Original-Urkunden,  welche  Herr  Custos  Frey  er  mit  nicht  geringer ­
  Mühe  und  Aufopferung  summarisch  verzeichnete.
Wir  wollen  einen  Auszug  aus  diesem  Verzeichnisse  in  unserm
Notizenblatte  mittheilen.
Eben  so  hoffen  wir  späterhin  das  Verzeichniss  des  Graf
Gail  e  n  b  er  g’schen  Archives  geben  zu  können,  so  auch  ein  Verzeichniss ­
  der  Urkunden,  welche  die  Freiherren  Gail  v.  Gallenstein ­
  betreffen.
Das  Archiv  des  historischen  Vereines  enthält  unter  anderin
Actenstüeke  und  Urkunden,  welche  aus  der  früheren  Staatsherrschaft ­
  Lack  dem  Vereine  zur  Aufbewahrung  (und  Benützung)
überlassen  wurden 1 ).
In  dem  Werkchen:  Geschichte  des  Herzogthums  Krain,  Wien  1820
steht  Seite  46:  „Zu  Ende  des  XVII.  Jahrhunderts  (1693)  wurde  von  den
Landständen  die  Akademie  der  Operosen  zu  Laibach  gegründet,  welche
in  den  ersten  8  Jahren  nur  im  Stillen  wirkte  und  sich  Gesetze  gab,
nachher  aber  die  römischen  Denkmale  aus  dem  alten  Acmona  und  aus  anderen ­
  Landesgegenden  aufzeichnete  und  Laibach  mit  einigen  Werken  der
neuern  Baukunst  und  der  bildenden  Künste  verschönerte.  Das  meiste  Vorzügliche, ­
  was  Laibach  an  Werken  der  Künste  aufweiset,  ist  dem  Geschmacke
  und  Einflüsse  dieser  Akademie  zuzuschreiben  :  die  Dom-,  Ursuliner-
  und  Peterskirche,  das  Rath-  und  Priesterhaus  etc.”
')  In  den  „Mittheilungen”  1851,  S.  12  steht  eine  „kurze  Anzeige  der  Ueber-„nahine
  einer  Sammlung  von  Acten  und  Urkunden  aus  dem  staatsherr-„schaftlichen
  Archive  zu  Lack.”  Wir  bemerken:  Uebernommen  wurden
a.  240  Stücke  alte  Acten  und  Urkunden  (180  Originale,  60  Abschriften;
37  Stücke  auf  Pergament,  203  auf  Papier.  Drei  Abschriften  vom  Jahre
974;  eine  Abschrift  vom  Jahre  1274  ;  ein  deutsches  Original  auf  Pergament ­
  vom  Jahre  1352;  eine  Abschrift  von  1355  ;  11  Urkunden  aus  dem
15.,  54  aus  dem  16.,  72  aus  dem  17.,  und  97  aus  dem  18.  Jahrhunderte.) ­
  —  b.  Lehenhuch  der  Herrschaft  Lack  vom  Jahre  1423;  Lehenbuch ­
  derselben  Herrschaft  vom  Jahre  1540.  —  c.  Eine  Sammlung  von  gedruckten ­
  Patenten  ,  vom  8.  Jänner  1720  bis  23.  December  1760.  —
d.  Zwei  Porträte  zweier  vormaligen  Hauptleute  der  Herrschaft  und
Stadt  Lack.
            
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