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Möge dem neuen Herrn Statthalter, Grafen Chorinsky,
dessen Humanität und Bildung vielfach gerühmt wird, es gelingen,
im Lande Krain das Interesse für Kunst und Wissenschaft neu
zu beleben und die zerstreuten Elemente und Kräfte zu vereinigen!
— Er allein vermag es! —
Museum und historischer Verein sollten vereinigt werden und
in ihrem Vereine die früher bestandene Akademie wiedererwecken.
Ich meine die Academia Operosorum, welche im Jahre 1693
(nach dem Beispiele so vieler ähnlicher Akademien in Italien) entstand.
Die Wirksamkeit dieser Akademie für Gelehrsamkeit und
Künste ist nicht zu verkennen ’).
*) Ich will, da wohl nur Wenige von dieser Academia Operosorum in Laibach
Wissenschaft haben mögen, hier einen kurzen Ueberblick ihrer Wirksamkeit
geben, der mir vom Herrn Director Costa gütigst mitgetheilt
wurde und von der Hand des Herrn Custos des historischen Vereines
herrührt.
„Auszug aus dem Laibacher Wochen blatte Nr. XX und XXI
vom J. 1806. Akademie der Opcrosen in Laibach.
In der letzten Hälfte des siebenzehnten Jahrhunderts herrschte in Italien
der Geschmack, dass sich die Gelehrten der grosseren Städte zum
Betriebe der wissenschaftlichen Cultur unter symbolischen Namen in gesellschaftliche
Bündnisse, in Akademien vereinigten. Nach ihrem Beispiele
wurde in Laibach, das seine Wissenschaften und Künste aus Italien zu
holen gewohnt war u), im J. 1693 b) eine Akademie im italienischen Geschmacke
errichtet.
Nicht so eitel, als eine Akademie der Gelehrten zu erscheinen , wählten
ihre Mitglieder die Bienen zu ihrem Symbol, und nannten sich , indem
sie ihren Fleiss nachahmen wollten, eine Akademie der Thätigen,
Academia Operosorum. Sie sammelten den Honig der Gelehrsamkeit aus
den Blumen der wissenschaftlichen Felder. Die ersten acht Jahre begnügten
sie sich nur im Stillen zu wirken; dann aber traten sie hervor, hielten
im J. 1701 im Landhause ihre erste feierliche Versammlung unter
dem Vorsitze des Domprobstes Johann Prescliern und machten ihre Gesetze,
ihren Endzweck, ihre akademischen Namen und Symbole öffentlich
bekannt. — Man kann von der Verfassung dieser Akademie keine
«J Belege hiezu finden wir in der Lebensgeschichte unserer gelehrtesten Landsleute
vor und in diesem Zeitalter , die grösstenlheils in Italien studirten und
auf italienischen Universitäten ihre akademischen Würden erhielten, als da
sind: Ludwig Schünleben, Johann Anton Thalnitscher von Thalherg, Marcus
Gerbez, David Verbcz, Johann Preschern, Georg Adam Freiherr von Grimbschitz
etc.
ÜJ Anno 1693 eonditur celebris Academia Operosorum habacensium, in Jasonca
l, 7 ’bpia in Apoilinem idotatria , ac ilnmarcescibili Pieridum applauiu. Siehe
tu alb erg Epitome chronol. urbis Labaccnsis.
Sitzb. d. phil. hist. Ci. VII. Bd. III. Hft,
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