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Um alle hier aufgespeicherten Schätze zweckmässig aufzustellcn,
sie wissenschaftlich zu ordnen und zu verzeichnen, sie dann
auch systematisch zu vermehren, auch ihre Benützung vorzubereiten
und fortwährend zu ermöglichen, wäre nicht bloss der doppelte
Raum erforderlich, sondern auch ein hinlängliches Personal.
Herr Custos Frey er ist der fleissigste und eifrigste Bewahrer
dieser Schätze, ich staune über seine Thätigkeit und seine
Unermüdlichkeit (und seine Genügsamkeit). Es ist aber platterdings
unmöglich, bei diesen beschränkten Räumen und noch beschränkteren
Mitteln diese Sammlungen so zu verwalten, dass sie
für die Wissenschaft und die allgemeine Bildung so erspriesslich
werden können, als es zu wünschen ist und — zu hoffen war.
Der Beginn war grossartig, möglich, dass ein anderer
Schmidt bürg (dieser unvergessliche Förderer) diesem Institute
jene Vollendung gebe, die es wirklich verdient.
Bei diesem Landes-Museum könnten und sollten drei oder
doch wenigstens zwei Custoden beschäftigt sein.
Wenn sämmtliche naturhistorische Sammlungen, die
wirklich überraschend reich sind, der Aufsicht eines Einzelnen
übergeben bleiben, so hat dieser Einzelne wahrhaftig keine kleine
Aufgabe zu lösen. — Die vaterländische Bibliothek und die
Münz- und Antiquitäten-Sammlung, welche so vielfacher
Bereicherung fähig und deren Benützung so wünschenswerth,
würden einem Individuum hinlängliche Arbeit liefern.
Und das Archiv mit seinen historischen Schätzen erfordert,
wenn es für die Landesgeschichtc wirklich fruchtbar werden soll,
einen Dritten.
Es hat sich freilich seit einigen Jahren eben in Laibach ein
historischer Verein gebildet, der sein Local im selben Gebäude
hat, wie das Landes-Museum, der auch in kurzer Zeit eine nicht
unansehnliche Bibliothek und nicht ganz unbedeutende Antiquitäten-
und Urkunden-Sannnlungen zusammenbrachte. Dieser Verein
war auch literarisch-fhätig und gibt seit sechs Jahren „Mittheilungen”
heraus, die so manches Verdienstliche publicirten*)• Ich
Siehe unser Notizenblatt Nr. 4 von 1851, I, 7, wo wir eine kurze Anzeige
des Inhaltes des Jahrganges 1850 dieser „Mittheilungen” lieferten
und mehrere Fingerzeige gaben über das, was Noth zu thun scheine —
der krainerischen Geschichte.