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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Diw  und  Peri  flieli’n  nach  Ufern,  Bergen,
Um  sich  vor  dem  Menschen  zu  verbergen;
Feinde  gibt  es,  heimliche,  genug,
Doch  behutsam  ist  der  Mensch  und  klug.
Auf  die  Herzen  wirken  die  verborg’nen  Wesen,
Sei’s  mit  ihrem  Guten,  sei’s  mit  Bösem,
Dornen  werden  in  dem  Wasser  sein,
Die  Dich  ritzen,  wenn  Du  steigst  hinein,
Tausend  Listen  wirken  auf  Dich  ein,
Wenn  ein  einz’ger  hat  auch  nur  den  Schein,
Merke  auf  hei  umgewandten  Sinnen,
Um  den  Schwierigkeiten  zu  entrinnen.
Dass  alsdann  Dir  werde  hell  und  klar,
Wer  Versucher,  wer  Eingeber  war.
Der  Commentar  gibt  sich  viele  Mühe,  das  Dunkel  der  letzten
Verse  aufzuhellen,  was  seinen  Vorgängern  S  chemii  und  Sorüri
nicht  geglückt;  er  erklärt,  dass  hier  von  den  verborgenen  Einwirkungen ­
  guter  und  böser  Geister  auf  den  Menschen  die  Rede  sei,
welche  oben  als  Peri  und  Diw  bezeichnet  werden;  die  Peri’s
und  Diwe,  d.  h.  die  guten  und  bösen  Geister,  verbergen  sich  zwar
vor  dem  Menschen,  dessen  überlegenes  Wissen  sie  scheuen,  an
Gestaden  des  Meeres  und  in  Wüsten,  aber  sie  wirken  von  ihren
Schlupfwinkeln  auf  den  Menschen  ein,  so  auch  die  Teufel  und  die
Engel,  und  erst  mit  umgewandten  Sinnen  kann  der  Mensch  erkennen ­
  ,  was  teuflische  Einflüsterung  oder  himmlische  Eingebung  sei.
Manche  Absätze  bestehen,  wie  dieser  hier  zur  Probe  ganz  übersetzte, ­
  aus  solchen  Betrachtungen  und  Andeutungen,  welche  ohne
die  Erläuterung  des  Commentars  für  immer  dunkel  bleiben  würden 1 ).

Dass  vor  ihm  bebt  der  Tiger  und  der  Leu,
Das  Herz  erzittert  in  der  See  dem  Hai,
Und  Feen  und  Diwe  an  verborg'ne  Stätten,
Oede  Gestade  ilieh’n,  um  sich  zu  retten.
')  Trotz  des  Commentars  hat  Rosen  die  zwei  letzten  Verse:
ta  suclianliai  kian  redd  kerdei
ta  kianra  serweri  chod  kerdei,
welche  wörtlich  heissen:
Dass  (Du  wissest)  welcher  (Geister)  Worte  Du  zurückgewiesen,
Und  welche  Du  zu  Deinen  Führern  erkiesen,
folgondermassen  übersetzt:
Dass  fern  Du  bleibest  da  dem  bösen  Worte,
Und  wählest  Dir  das  gute  Wort  zum  Horte.
            
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