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„und das Zukünftige nicht, auch nicht das Ewige, das ohne Anfang
„und Ende, weder den Adam, noch den Antichrist (Dedfchal),
„welche nur Schöpfungen theilweiser Vernunft und thierischen Le-„hensgeistes,
diese bestehen nicht in der Welt wokein Raum und keine
„Zeit, und desshalb heisst der Soli der Sohn derZeit, darunter wird
„verstanden, dass für ihn die Zeit nicht dreifach (in die vergangene,
„gegenwärtige und zukünftige) getheilt, sondern nur Eine, wie
„Gott der Einzige in ungeteilter Wahrheit weilt.”
Da Dfchelaleddin ßumi auf die obigen Sprüche, und
besonders auf den ersten häufig, zurückkömmt, so sind in denselben
die vier Hauptpfeiler des Herrscherdomes seines mystischen Gedichtes
gegeben, er verschmäht es die gewöhnliche Eintheilung der
Bücher orientalischer Mystik, nämlich die beiden Pfade, den ascetischen
und beschaulichen, besonders zu verfolgen und hei den einzelnen
Stationen (M en a fil) und geistigen Ruhestätten (Makamat)
derselben zu verweilen; indessen bespricht er doch häufig die vier
Cardinaltugenden des ascetischen Pfades des Sofi, nämlich das Ve rt
rauen, die G e duld, die Entsagung und die E r geh u ng , die
sich gegenseitig bedingen, indem das Vertrauen ohne die geduldige
Erwartung des Erfolges nicht genügt, die Ergebung ohne Enthaltsamkeit
und Entbehrung nichts nützt. Von den Lehren, wodurch
die vier genannten Tugenden eingepräget werden, schwingt sich
der poetische und philosophische Genius Dfchelaleddin’s zu
höheren Betrachtungen über Vernunft und Wissenschaft,
über Schicksal und freien Willen auf; er gibt eine vollständige
Darstellung der Lehre der Dfchebri und Kadri, wovon
jene, dass Alles Zwang und nothwendige Unterwerfung unter vorher
bestimmtes Schicksal, diese aber die freie Wahl des Willens
lehren. Die ersten Lehrbücher, wodurch der Sofismus in ein System
gebracht ward, wurden zu Ende des vierten Jahrhunderts der
Hidfchret, des zehnten der christlichen Zeitrechnung, geschrieben,
das Tearr uf vom Scheich K eie n äwi und das Kütol-Kolüb,
d. i. die Nahrung der Herzen, vom Scheich Mohammed el-Mek,k,i
; im folgenden Jahrhundert folgte die berühmte ko sch eirische
Abhandlung, deren Verfasser i. J. 465 (1072) starb; kurz
vor Dfchelaleddin R umi lebte der Scheich Schihäbeddin
Suhrwerdi, gest. i. J. 632 (1234), der Verfasser des Awarif
el-Madrif, d. i. der Kunden der Kenntnisse, woraus S. de Sacy