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er in denselben nur die Werkzeuge erblickt, deren Gott sich bedient,
ihn zu prüfen oder zu strafen; hierdurch wird die Gemüthsrulie
des vollkommenen Soli gesichert.
Zweitens, der Spruch: DemMenscheu gehört n u r d a s,
was er sich durch Fleiss erwirbt 1 ), nur das, was der
Mensch durch eigenen Fleiss erstrebt, ist das Verdienst seiner
Handlungen, der Erfolg derselben ist nicht sein Verdienst, sondern
nur eine Gnade Gottes; der wahre Soli wird sich also nie das Verdienst
des Erfolges zuschreiben, das nur ein Segen Gottes.
Drittens: Sterbet eh ihr sterht a ). Diese Ueberlieferung
schärft dem Soli Entsagung und Entbehrung ein, wodurch er sich
schon vor seinem Tode für die Welt abtödtet; endlich
Viertens, die Charakteristik des wahren Soli liegt in dem
Spruche: derSofi ist der Sohn de r Z ei t, welchem gemeiniglich
der Nachsatz beigefügt ist: aber die Zeit ist ein
schneidendes Schwert 3 ).
Dieser etwas dunkele Spruch bedarf mehr als die drei vorhergehenden
einiger Erläuterung; er wird von allen Lehrern des
Sofismusso ausgelegt, dass der Soli nur der Mann des Augenblicks,
weder der Gegenwart, noch der Zukunft gedenkt, sondern nur die
Gegenwart ergreift, quid quid adest, componere aequus.
Zu Ende des sechsten Bandes 4 ) ist der Erklärung dieses Spruches
ein besonderer Absatz gewidmet, dessen Ueberschrift inProsa allein
den wahren Sinn dieses Spruches zu erläutern genügt, sie lautet:
„DerSofi ist der Sohn der Zeit, er hält an derselben wie der Sohn
„an dem Saume seines Vaters fest, das Heilungswasser der Zeit
„enthebt ihn alles Geweines, d.i. aller Sorgen auf Morgen, er taucht
„unter in dem schnell vergänglichen Rosenhaine und wartet nicht
„auf das Zukünftige wie der Gemeine, er ist ein Tagskind (Nehri)
„und kein Weltkind (Dehri), als solches ist er geborgen, denn
„bei Gott ist weder Abend noch Morgen, er kennt das Vergangene
4 ) S. 336 und 337.