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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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vollendet  worden,  durch  das  Chronogramm  :  b  afsildi  fcherlii
Mesnewi 1 ),  d.  i.  ged  ruckt  w  a  r  d  de  r  Co  m  mentar  des  Mesne
  wi,  bezeichnet  dessen  Buchstaben  das  Jahr  1251  (1835)  geben.
Wiewohl  der  Verfasser  des  Commentars  unter  dem  Beinamen
des  Ankyräers  bekannt,  so  kann  dieser  Beiname  doch  nur  seinem
Geburtsorte  oder  der  Herkunft  seiner  Familie  gelten,  denn  er
selbst  war  aus  Galata,  wie  uns  der  osmanische  Reichshistoriograph
Naima  belehrt,  nach  welchem  der  Scheich  Ismail  Mewlewi
als  der  Commentator  des  Mesnewi  im  vierten  Bande  der  Geschichte
des  osmanischen  Reiches 3 )  aufgeführt  worden  ist.  Der  Commentator ­
  bekümmert  sich  nicht  viel  um  die  Lebensgeschichte  des
grossen  mystischen  Dichters,  und  wir  lernen  nur  aus  den  ersten
Seiten,  dass  dessen  Vater  Mohammed  B  eli  a  ed  d  in  auch  S  uItanul-Ulema,
  d.  i.  der  Sultan  der  Gesetzgelehrten,  beigenannt
ward,  welchen  Ehrennamen  ihm  der  Prophet,  der  ihm  im  Traume
erschienen  war,  beigelegt  haben  soll,  und  dass  Dfchelal  cddin
seine  Abstammung  und  die  Ucberlieferungen  seiner  Lehre  bis
auf  Eb  ub  ekr,  den  Schwiegervater  des  Propheten,  zurückführt 3 ).
Geboren  zu  Balcli  i.  J.  604  (1207)  begab  er  sich  nach  Konia,  wo
er  i.  J.  672  (1273) 4 )  sechs  und  sechzig  Jahre  alt  starb.  Ueber
das  Jahr,  in  welchem  er  das  Mesnewi  begann  und  vollendete,  lehren
uns  die  Quellen  nichts,  wahrscheinlich  war  er  in  der  Schreibung
desselben  bis  zu  seinem  Tode  begriffen,  denn  es  ist  keineswegs
mit  dem  siebenten  Bande  abgeschlossen,  wesshalb  auch  der  Scheich
Ismail  Mewlewi  einen  siebenten  Band  in  Vorschein  brachte,
dessen  Echtheit  aber  aus  guten  Gründen  bestritten  ward  und
den  er  selbst  ausser  dem  Bereiche  seines  Commentars  liess.  Die
Planlosigkeit  des  ganzen  Gedichtes  war  ein  grosser  Reiz  für  einen

3 )  VI,  S.  350.
3 )  Nach  der  folgenden  im  I.  Bde.  S.  7.  gegebenen  Kette  der  Abstammung
Mohammed  Dschelaieddin  B.  Mohammed  Behaeddin  B.  Ilosein  B.  Ahmed  B.,
Mahmud  B.  Mewdud  B.  Meseijjeb  Mothhaher  B.  Hammad  B.  Abderrahmau
  B.  Ebubekr.

4 )  Durch  Druckfehler  steht  im  türkischen  Werke  S.  7,  Z.  3  v.  u.  zwei  und
sechzig  d.  H.  statt  zwei  und  siebzig,  dass  diess  ein  Druckfehler,  beweiset
das  in  der  letzten  Zeile  angegebene  Lebensalter  von  acht  und  sechzig
Jahren  der  Hidschret,
            
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