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talibus prefaiis impendant diligentiam ct sedulitatem, vt saltem in
premissis prouidentia et singularis prudentia Serenitatum suaruna
elucescat.
Insuper adijcient hic Oratores nostri, quod vbi succe sserit
conatus huiusmodi, quem Deus adiuuabit sua gratia, cum principaliter
honor suus qui sibi debetur, constituatur, quem exigit et
vult tarn ä Capitibus quam membris populi sui, quantumuis non
indigeat eo, quod optime sperandum sit tandem quoquc posse
sopiri et componi controuersias illas in Regno Bohemie inter
preclaras familias Rosensem et Leon in am exortas *). De
quibus vtrisque Serenitatibus referent nos non potuisse non
2 ) Diese beiden Familien sind Rosenberg mit der Rose und Löw von
Rozmital mit dem Löwen im Wappen, Um diese Zeit hatte der kinderlose
Peter von Rosenberg vor seinem Tode Herrn Löw (Leo) von Rozmital
zum Schützer aller seiner Güter eingesetzt. Dieser wurde aber, als
er die Verwaltung jener Güter anzutreten versuchte, von Heinrich von
Rosenberg, einem der Neffen des verstorbenen (vgl. Hübner II. Taf, 638),
daran gehindert, weil er ein näheres Anrecht hiezu zu haben vermeinte.
Herr Löw forderte Heinrichen vor’s Gericht des Reichs und schickte zwei
Kammerboten mit einem Schreiben nach Krumau. Heinrich liess , nachdem
er dasselbe gelesen, sie in den Kerker werfen, in dem sie drei Tage verblieben,
und zwang sie jenes Schreiben, das er mit Wein reichlich begossen,
zu verzehren, worauf sie in einer Ochsenhaut gewälzt und geschwungen,
dann endlich mit Hunden aus dem Schlosse gehetzt wurden. Sie erzählten
nun die ihnen zugefügte unmenschliche Misshandlung, und wurden
von einigen bemitleidet, von anderen ausgelacht. Da Herr Löw den boshaften
Heinrich so oft vor Gericht lud und dieser nicht erscheinen wollte,
rief er die Hilfe des obersten Burggrafen an, ihn mit der bewaffneten
Macht des ganzen Königreichs zu vertreiben und sich seiner Besitzungen
zu bemächtigen, was aber der König (Ludwig II.) verbot. Cf. Bohemia pia,
autore Georgio Bartholdo Po nt an o ä Breitenberg. Francof. pag. 117 in
Marquardi F r e h e r i rerum Bohemie. Scriptor. — Peter’s IV im Jahre
1525 lebende, und längst grossjährige vier Neffen waren: a) Johann, Malteser
\ 1539 ; b) Jodok III., Statthalter, f 1539, dessen zweite Gemalilinn
war: Anna Freiinn von Rogendorf, Wolfgangs Tochter, somit (S. 539),
Georg’s Nichte (f 1562), die Mutter Wilhelm’s ( f 1592) und Peter
Wock’s (f 1612), der letzten dieses Hauses, dann Eva’s, der Gemalilinn des
berühmten Helden Niklas Grafen von Zrinyi. c) Peter V. Statthalter in
Böhmen, f 1545 ; d) Heinrich, angeblich auch Statthalter in Böhmen
i 1526, und wahrscheinlich wurden mit dessen Tode diese Zwistigkeiten,
die das ganze Land zu beunruhigen drohten, leicht beigelegt.