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Wirschingin erkauften Edel- und Freihofe zu Wilfleins d or f *)
leutgeben lässt, ohne dem Abteil den Taz, den er doch von der
löblichen Landschaft erkauft, reichen zu wollen, indem sie vorgab,
dass ihr Hof von einer solchen Last allezeit frei gewesen,
dessen Contrariura aber Abt Clemens bewiesen und ihr bei längerem
Verweigern mit wirklicher Militär-Execution von Seite
der Verordneten gedroht bat, worauf sie sich endlich entschlossen,
hinfür den Taz richtig zu reichen, nur möge ihr der
Ausstand nachgesehen werden. Actum 1664. — Johanna starb
hochbetagt als Protestantinn am 3. Jänner 1667 zu Wien und
ruht in der Stadtpfarrkirche zu Oedenburg, wo noch ihr Grabstein
mit einer langen Inschrift zu sehen ist, die man in von
Hormayr’s Archiv 1818, S. 382 lesen kann. Sie schenkte ihrem
Gemahl theils in Kanitz und Wien, tlieils im Auslande 13 Kinder,
als:
1. Georg Ehrenreich III., am 20. Mai 1620 in der Burg
zu Kaunitz in Mähren geboren; lebte nur 4 Stunden.
2. Margaretha, geboren zu Lamburg (? Hamburg) am 25.
Juni 1621, f in Wien.
3. Wilhelm Christian, am 5. Februar 1623 zu Emden
in Friesland geboren, ging jung zum Herzog August von
Braunschweig-Lüneburg nach Wolfenbiittel in Dienste und blieb
am dortigen Hofe bis zu seines Vaters Tode 1653. Er ward
dann von seiner Mutter in ihren Processen wegen des Ihrigen
nach Hause berufen. Er starb im Jahre 1685 zu Breslau.
4. Johanna Elisabeth, geboren 1624 zu Stadt (? Stade) im
Bremischen, ward nur zwei Jahre alt.
5. Hanns Boleslaus, geboren 1625 zu Stettin in Pommern,
starb noch in demselben Jahre.
6. Georg Ehrenreich IV., zu Stettin 1627 geboren,
kam gar jung zum Fürsten Christian von Anhalt und ward mit
dessen Prinzen erzogen. Nach seines Vaters Tode ging er zu
seiner Mutter nach Oedenburg in Ungern, wo er bald starb.
7. Anna Sophia, 1628 zu Stettin geboren und in demselben
Jahre gestorben, liegt in der Grafschaft Nassau begraben.
1 ) Wilfleinsdorf, Pfarrdorf an der Leitha. — L i t, n, das geistige Getränk;
daher der Leitgeb und leitgeben. Vergleiche Schmcller II, 520.