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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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schlagung  desselben  befunden  worden,  dass  Ihre  Majestät  den  Gläubigern ­
  insgemein  von  den  angelegenen  landesfürstliehen  Zugehörungen ­
  und  heimgefallenen  Lehengütern  lebt  es  (etwas)  erfolgen ­
  zu  lassen  nicht  schuldig  s  ei,  so  haben  auch  Ihre
Majestät  in  solches  Begehren  der  Gläubiger  und  Bürgen  zu  willfahren ­
  geweigert.
So  viel  aber  den  Herrn  Statthalter  (Christoph  v.  Eitzing)  und
sonderlich  die  7000  Gulden,  so  er  hievor  auf  die  Herrschaft  Rogendorf ­
  dargegeben  hat,  betrifft,  wofern  einiger  Abgang  in  der  Bezahlung ­
  von  den  freieigenen  Gütern  erscheinen  würde,  wollen  Ihre
Majestät  dem  Herrn  Statthalter  zu  Hülf  und  Bezahlung  der  obberührten ­
  7000  fl.  von  den  Lehengütern  bis  in  3000  fl.  (vgl.  S.  585)
aus  sonderlichen  Gnaden  und  keiner  Gerechtigkeit  erfolgen  zu  lassen
gnädigst  bewilligt  haben.  ExConsilio  CamerceCvrice.  20.Mail549.
Auch  aus  Regensburg  kam  vom  dortigen  Bürger  Michael
Strasser  ein  Schreiben  mit  der  Forderung  von  330  Gulden  rheinisch, ­
  die  einen  Einblick  in  das  Thun  und  Treiben  der  zahlreichen
Dienerschaft  des  Grafen  gewährt  und  die  Wahrheit  des  alten
Sprüchworts  „wie  der  Herr,  so  der  Knecht”  bestätigt.
Es  kam  nämlich  Kaiser  Karl  der  V.,  dessen  deutscher  Garde-Capitän
  der  Graf  Christoph  war,  am  10.  April  1546  wegen  der
deutschen  Angelegenheiten  nach  Regensburg,  wo  am  5.  Juni  der
Reichstag  eröffnet  und  am  20.  die  beiden  Häupter  des  Schmalkaldenbundes ­
  geächtet  wurden.
Der  Kaiser,  schwach  an  Mannschaft,  verstärkte  sich  mit  starken ­
  Zuzügen  aus  Italien  und  seinen  Niederlanden  und  agirte  dann
mit  Geschick  an  der  Donau  aufwärts  gegen  die  schwach  verbundenen ­
  Gegner.  Auch  Rogendorf  ward  in  Regensburg  erwar-Ict.
  Er  weilte  iu  Prag;  in  Böhmen  standen  die  Truppen  des  Königs
Ferdinand,  um  mit  Herzog  Moriz  von  Sachsen  als  Vollstrecker
der  kaiserlichen  Acht  gegen  jene  Fürsten  und  ihren  Anhang  zu
ziehen.  Schlau  wusste  der  Graf  sein  Entweichen  einzuleiten,  so
dass  man  nichts  argwöhnte.  Dies  erhellet  aus  einem  Schreiben
ddo.  7.  Juni  1547  des  Regensburger  Bürgers  Michael  Strasser, ­
  bei  dem  die  von  Rogendorfische  Dienerschaft  in  Saus  und
Braus  lebte,  während  ihr  Herr  cutwich,  an  den  dortigen  Stadtrath, ­
  in  dem  er  denselben  bittet,  durch  eine  Fürschrift  an  die
            
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