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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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nisch  in  Münz  entlehnt  und  auf  Mollenburg  verschrieben,  dessen
Erben  llector  Geyer  und  Samson  Prätzl  sind.  Item  hat  der  Graf
jetzt  in  seinem  Verrücken  von  Herrn  Bernhard  Sc  hi  nt  17000
Gulden  rheinisch  in  Miinz  entlehnt,  und  ihm  Rogen  dorf  oder
Pöck  stall  dagegen  zu  verkaufen  verschrieben.  So  hat  er  Herrn
Oswalden  von  Eitzing  Staatz  um  8000  Gulden  mit  Conditionen
  versetzt.  Allen  denen,  so  er  —  wie  oben  gemeldet  wurde  —
Güter  versetzt  oder  verkauft  hat,  ist  er  seine  Verpflichtung  wegen
der  Lehcnstiicke,  die  von  Euerer  Majestät  oder  sonst  in  andern  Wegen ­
  zu  Lehen  sind,  bei  Euerer  Majestät  richtig  zu  machen  schuldig.
Schulden,  so  Graf  Christoph  ausser  verschriebenen  Fiirpfand')  schuldig  ist.
Erstlich  den  jungen  Freiherren  von  Dietrichstein  3 )  auf
künftige  Weihnachten  zu  bezahlen  2654  Gulden  und  etliche  Kreuzer,
wofür  Graf  Niklas  von  Sahn,  der  Jüngere,  Bürge  ist.  Item  Herrn  Phi-,
  lippen  Sch  ad 3 )  von  Mittelbibrach  auf  nächsten  St.  Gcorgen-Tag
zu  bezahlen  3000  fl.  Zins  fünf  Procent;  Bürgen:  Herr  Graf
Niklas  von  Salm  und  Christoph  Freiherr  von  Eitzing.  Item  demselben ­
  Freiherrn  C  hristoph  nach  Inhalt  eines  Schuldbriefes  auf
St.  Georgi  zu  bezahlen  16,158  Gulden,  Zins  10  Procent;  item
laut  eines  andern  Schuldbriefes  auf  St.  Georgen-Tag  zu  bezahlen
10  Gulden,  Zins  5  Procent;  dann  laut  eines  dritten  Schuldbriefes
auf  den  ersten  Mai  zu  bezahlen  3000  Gulden,  Zins  10  Procent;
item  nach  Inhalt  des  vierten  Schuldbriefs  auf  nächsten  St.  Georgen-Tag
  zu  bezahlen  568  Gulden,  Zins  10  Procent.  Obgemeldte  Summa
(zusammen  20,726  fl.)  hat  Christoph  von  Eitzing,  wie  er  selbst
anzeigt,  von  Andern  entlehnt  und  aufgebracht.
So  haben  des  Grafen  junge  Vettern  seit  dessen  Verrücken  als
Bürgen  für  Wilhelm  von  Puecliheim,  gewesenen  Landmar-*)

  Fürpfand,  d.  i.  ein  vorausgegebenes  Pfand,  Unterpfand,  Hypothek.
2 )  Diese,  Söhne  Sigmunds  Freiherren  von  D.  (f  1533)  und  der  Barbara  v.
Rottal,  sind:  Sigmund  Georg,  Adam,  Stifter  der  fürstlichen  Linie,
und  Karl  (geh.  1532),  der  sich  mit  Dorothea,  Tochter  Wenzels  von
Leippa,  Lomnitz  und  Meseritsch  (S.  56S,  Anm.  3)  am  5.  Jänner  1554  vermahlte.
3 )  Die  Familie  Sch  ad,  aus  der  Dr.  Hanns  Schad,  des  K.  Maximilian  I.
Rath,  war,  besass  die  Herrschaft  Mittelbiberach  (bei  der  ehemaligen
Reichsstadt  Biberach),  die  später  durch  Heirat  und  Erbschaft  an  die  Freiherren ­
  von  Ulm  kam.
            
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