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Christoph auferzogen und i» deren Landen er mit Hab und Gut,
sowohl väterlichem als mütterlichem, sesshaft ist, dass er einen
andern christlichen, viel minder einen unchristlichen Herrn sucht;
auch verholten wir zu dem höchsten Gott, er habe sich solches
nie in seinen Sinn genommen und werde sich solches zu thun nimmermehr
darein nehmen. Wäre er aber solches zu thun je gesinnt
gewesen, so hätte ihm gebührt, der kaiserlichen und auch
Euerer königlichen Majestät seine Erbpflicht und nicht blos sein
Amt und seinen Eid, den er bei seinem Eintritte in der kaiserlichen
Majestät Dienst geleistet hat, aufzusagen. Wir zweifeln nicht,
der Graf sei noch dieshalb des Meeres, indem er einem seiner
Kammerdiener, Francolin 1 ) genannt, geschrieben und angezeigt
hat, wie er zweien andern seiner Diener schreibe, und dass
er denselben Geld, falls es ihnen mangelte, zustellen sollte. Der
Graf habe solchen seinen Diener zu sich erfordert, sonder Zweifel
nicht über Meer; denn er habe Ordre gegeben den Dienern, wenn
sie nicht zu Rogemlorf wären, die vSchreiben in das kaiserliche
Feldlager zu schicken, nebst dem weitern Befehl, der vorgemeldete
Diener Francolin soll sich zu Rogendorf so lange aufhalten,
bis er ihm selbst sage oder schreibe, was er weiter zu thun habe;
auch soll er daselbst den Rest seiner andern Diener in guter Einigkeit
und friedlich unterhalten, wie Euere Majestät aus beiliegendem
Missiv und der Abschrift davon gnädigst vernehmen können.
Dieweil ein Theil solcher Missive um etliche Tage jünger
als der kaiserlichen Majestät oder keines der andern Schreiben
ist, so ist es zu verstehen, dass er einen Anfang einer Reue seines
*) Dieser Name erinnert unwillkürlich an Johann Francolin aus Burgund,
der als kaiserlicher Herold die lateinische Beschreibung des iin
Juni 1560 bei Anwesenheit des Herzogs Albert V. von Bayern und seiner
Gemahlinn, der kaiserlichen Prinzessinn Anna, in Wien gehaltenen Turniers
und anderer Festspiele mit Abbildungen (in Folio) hei Raphael Hofhalter
in Wien herausgegeben hat. Nun fand ich im hiesigen Adelsarchive, dass
die Gebrüder Francolin, Johann der Aeltere, seit 5 Jahren Verwalter
des kais. Hofspitales, und Johann der Jüngere, seit 15 Jahren
kais. berittener Arcieren-Leibgarde von Kaiser Ferdinand I., ddo. Regensburg
4. Jänner 1557 den Adelstand und die Wappenbesserung erhielten.
Dies Wappen stimmt mit dem auf der Rückseite des Titelblattes im
genannten Werke vollkommen überein. Einer der Brüder war somit Herold.