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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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des  v.  Rogendorfischcn  Namens  und  Stammes  geschehen  sei.  Nun
habe  sein  Gemüth  in  seinem  Vornehmen  und  Vorgeben  hei  K.  Ferdinand, ­
  dass  er  zum  Kaiser  ziehe,  unterwegs  sich  verändert  und
er  die  grosse  Summe  Geldes,  die  er  besagter  Mafsen  aufgeborgt
und  zum  Thcile  geliehen,  in  die  Fremde  mitgenommen,  etliche
Wochen  später  seinen  gebornen  und  andern  Freunden  und  Freundinnen ­
  ein  Schreiben  zugesandt  und  darin  angezeigt,  wie  er  von
der  römischen  kaiserlichen  Majestät  und  seinem  Amte  Urlaub  genommen ­
  und  den  bei  seinem  Diensteseintritte  gethanen  Eid  aufgesagt
habe  und  sich  in  eines  andern  Herrn  Dienst  begehen  wolle.  Er
schrieb  ferner,  dass  er  auch  von  seinen  Freunden  Urlaub  nehme
und  sie  nimmer  sehen  werde,  mit  der  weitern  Anzeige,  es  mögen
diejenigen,  denen  er  schuldig  sei,  an  seinen  Gütern,  so  er  an
allen  Orten  hinter  sich  verlasse,  sich  ergetzen.
Auf  dieses  Schreiben,  und  sonderlich  auf  die  Anzeige,  dass  er
nicht  zu  Sr.  kais.  Majestät  gezogen  sei,  sondern  sein  Amt  aufgesagt ­
  habe,  sind  seine  Freunde  sehr  erschrocken.  Mit  demselben
hat  er  auch  seinen  Freunden  von  dem,  was  er  Sr.  kais.  Majestät,
dann  seiner  Ha  u  s  fr  au,  ihrem  Vater 1 )  und  Anherrn  (sic)
und  dem  Granvella  geschrieben,  Copien  zugesendet.  Seine
Freunde  haben  sich  mit  Ausnahme  des  Grafen  von  Lodron  (S.  540)
versammelt  und  bei  sich  nichts  Billigeres  gefunden,  als  aus  ihrem
Mittel  etliche  zu  erbitten,  die  bei  Sr.  königl.  Majestät  des  Grafen
Schreiben  und  die  überschickten  Copien  vorbrächten.
Die  Erbetenen  waren  die  Eingangs  genannten  Gebrüder  Christoph ­
  und  Ulrich,  Freiherren  von  Eitzing  und  Hanns,  Herr  von
Liechtenstein,  um  dem  König  den  Bericht,  wie  des  Grafen  Sachen
gestaltet  wären,  (wahrscheinlich  von  Wien  aus)  zu  überbringen,
und  wie  sie  zu  Se.  Majestät  zur  Verhütung  grossen  Schadens  verrücken ­
  wollten.  Schon  sei  ein  Schreiben  an  die  n.  ö.  Regierung
des  Inhalts  gekommen,  dass  gedachter  Graf  seine  Dienstpflicht

’)  Nach  den  Acten  über  die  Herrschaft  Itogendorf,  d.  i.  Pöckstal],  im  letztgenannten
  Archiv.  —
Sehr  auffallend  ist  hier  die  Rede  von  dem  noch  lebenden  Vater  und
sogar  Ahnherrn  der  Gräfinn  von  Itogendorf.  welche  demnach  nicht  eine
1  echter  des  Grafen  Ernst  von  Mansfeld  sein  kann,  der  nach  Hübner
341,  im  Jahre  1530  gestorben  ist.  I».  war  wohl  zum  zweiten  Male  vermählt. ­
  Vgl.  S.  5OG.
            
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