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Treiben in Oesterreich und sein Entweichen aus Prag zu gewinnen,
die ich llieils im Auszuge, theils in Copien aus den Originalien
hier niederlege.
Christoph Graf zu Rogendorf, Freiherr zu Mollenburg,
Herr zu Conde und Ranss (sic), Oberst-Erbland-Hofmeister in
Oesterreich und kaiserlicher Hauptmann der deutschen Garde (wie
der volle Titel lautet), wurde nach dem Tode seines Vaters mit
der Herrschaft Staatz *) inderseiben Eigenschaft, wie sie sein
Vater besessen hatte, im Jahre 1546 belehnt, worüber er ddo.
Staatz am 28. März 1546 einen Revers ausstellte.
Derselbe versetzte im folgenden Monat diese Herrschaft
an Oswald Freiherrn v. Eitzing für bar dargeliehene S000 fl. und
schloss hierüber am 13. April eine Abrede, dass er diese Herrschaft
entweder wieder zurücklösen oder dem v. Eitzing gar erblich
überlassen wolle *).
Der nämliche Christoph verkaufte als aufgestellter Vormund
über die durch Abgang Wilhelm’s des Jüngern v. Rogendorf
zurückgelassenen, noch unmündigen Söhne Hanns Wilhelm und
Georg Ehr enreich Gebrüder, Freiherren zu Rogendorf, die
denselben erblich zugefallenen Lehengüter, als: die Kirchenlehen,
Vogtei und Vogteirechte zu Retzbach, Rorbach, die Capelle zu
VVinkelberg im Haus; einen Altar zu Kirchberg auf dem Wagram;
die Erbvogtei und die Vogteirechte zu St. Veit auf der Gelsen, auf
derZell und den halben Tlieil in der Itamsau, Hainfelden, zu Stät—
zendorf sammt dem Dorfgericht allda; das halbe Gericht auf den
Gründen und Gütern in dem Kreussbach am Eck, Schwarzenberg,
Kerschbach, Durlass, Ramsau, Halbbach, Wiesenbach an der
Stauf, Steinwand und Grubthal; dann auch die Fischwasser auf der
Traisen, Gelsen und Hermannsbach; ferner den grossen und kleinen
Wildbann zu Traisen, St. Veit auf der Zell, Ramsau, Hainfelden,
Kreussbach, Wilhelmsburg und St. Jörgen, gleichfalls auch das
Marchfutter, Wein - und Getreidezehent und alle übrigen zugehörigen
Gründe und Güter in obgenannten Ortschaften an Christophen
Jörg er, der hierauf laut vidimirten Lehenbriefes ddo. Wien am
10. December 1546 vom König Ferdinand I. die Lehen empfing.
') Im ehemaligen Viertel unter dem Manliartsberge.
“) kaut Abrede ddo. Wien 13. April 154G und ausgestellter Quittung über empfangene
8000 fl. ddo. Wien 24. April 1546.
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