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Andre Gört sch ach er‘), Hanptinann des Schlosses Komorn,
hatte vom 15. October 1530 bis 2. Februar 1531, auf
Befehl des königlichen Obersthofmeislers und obersten Feldhauptmanns
von selben R. und des Feldmarschalks Leonhard Freiherrn
vonVels 2 ) und anderer Kriegsräthe den Knechten und Dienstleuten,
so unter Stephan Reinharten zu Komorn gelegen, Proviant dargestreckt
und zur Unterhaltung der Posten, Kundschaften, dann
100 Gulden rheinisch baar Geld dargeliehen, das alles zusammen
627 Pfund 4 Schilling 6 Pfennige macht. Nun bekennen obgenannte
Herren ddo. Gran am 12. Jänner 1531 , dass sie deshalb mit dem
Görtschacher gehandelt, ferner ddo. Pressburg am 6. Februar,
dass sie zu Bezahlung solcher Summe Geldes eingewilliget, und
ihre Zusage gegeben haben 3 ).
Auch im Jahre 1532 hatte R. Forderungen an den König, wie
dessen Entschädigungsbrief für ihn, seinen Neffen, Niklas den jungem
Grafen von Salm, und Marcus (richtiger als Maximilian in
Nr. 68) Beck von Leopoldsdorf auf 10,000 Gulden anzeigt. Am
29. December 1534 stellt der König zu Wien einen Schadlosbrief
auf Wilhelm von R. aus, und auf 6000 fl. für empfangenes
Tuch auf Rechnunorder niederösterreichischen Landschaft.
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Dagegen hatte auch v. Rogendorf an seinen Herrn und König
die Bitte gestellt, ihm 10,000 Gulden rheinisch vorzustrecken,
um etliche Güter und Nutzungen, die an die in den Niederlanden
gelegene Graf- und Herrschaft Gunda anrainen, anzukaufen und
abzulösen. Der König befiehlt ddo. Budvveis am 10. Juli 1531
an Johann Löble, dass Rogendorfern auf sein Ansuchen wegen
seiner vielen, ehrlichen und redlichen Dienste und Verdienste bei
Raimund, Antoni und Hieronymus Fugger diese Summe auf einen
ziemlich langen Termin erlegt werden möchte. Bürgen sind:
Rabriel Graf zu Orlenburg, Kämmerer und Hauptmann zu Görz,
1 1 Vgl. Wis sgril 1 III. 363 — 365, wo er von dieser Käruten’schen Familie
spricht, von dem hier genannten Andre aber gar keine Erwähnung macht.
*’) Ueber diesen ausgezeichneten Feldherrn s. meine Medaillen I. 243 — 280.
3 ) In einem beiliegenden Schreiben (im H. u. St. Arch.) erscheinen als Musterschreiber:
Michael Kleperger (v. Nürnberg und ein Verwandter des reichen
1546 in Lyon verstorbenen Johann Kl.?) und als Feldmusterschreiber
Leonhard Kuttenfelder. Dieser war nach Wissgrill V. 349 noch in den
Jahren 1538 und 1543 K. Ferdinand’s Hofkriegsrath und Feldmusterschreiber,
und besass Leeftorf unweit Baden.