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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Rogendorf  zu  Einnehmern  der  Judenzinse,  wozu  er  ihnen  auch
einen  Vollmachtsbrief  austellte.  (Nr.  65  und  66.)
Nach  Rail  S.  181  hatte  Dietrich  v.  Hartitsch 1 )  laut  landesfürstlichen ­
  Pfandbriefes  vom  27.  Juni  1530  die  Aemter  zu  Einersdorf
 2 )  und  das  Schloss  Wimberg  für  24,723  fl.  25  kr.  2  Pfenn,
inne.  Nun  bewilligt  K.  Ferdinand  laut  Pfandbriefes  ddo.  Regensburg
  1.  September  1532  Wilhelm  Freiherrn  v.  Rogendorf,  dass  er
die  landesfürstlichen  Aemter  zu  Emersdorf,  als  Urbar,  Mauth,  Ungeld, ­
  Getreidezehent,  dazu  auch  das  Schloss  Wimberg  sammt  dem
Freigerichte  im  Isperthal  und  derselben  Einkommen  und  Zugehör
von  obigem  v.  Hartitsch,  königlichem  Hauptmann  zu  Oedenburg,
an  sich  löse.  Es  hat  jedoch  v.  Rogendorf  auf  des  Königs  gnädiges
Begehren  sich  dieser  Bewilligung  gutwillig  begeben  und  dem  Grafen ­
  Gabriel  v.  Ortenburg,  Freiherrn  zu  Freienstein  und  Karlfpach,
Rathe,  Kämmerer  und  Hauptmann  zu  Görz,  der  zu  des  Königs
Land  und  Leut 1  Nothdurften  und  Kriegssachen  gegen  die  Türken
6000  fl.  rheinisch,  je  60  kr.  zu  einem  Gulden  gerechnet,  bar  dargestreckt, ­
  geliehen  und  zu  Händen  des  Hofzahlmeisters  Hannsen
Angr  er  überantwortet  hat,  erlaubt  obgenannte  Aemter  etc.  an  sich
zu  lösen,  so  dass  er  dem  v.  Hartitsch  seinen  Pfandschilling  12,423  fl.
25  kr.  2  Pfenn.  rheinisch  und  dem  v.  Rogendorf  5775  fl.  32  kr.
2  Pfenn.  inMze.,  die  ihm  darauf  ddo.  Innsbruck  24.Nov.  1531  verwiesen ­
  sind,  dazu  424  fl.  27  kr.  2  Pfenn.  rheinisch,  die  ihm
liiefür  von  den  besagten  Aemtern  durch  den  v.  Hartitsch  hätten
bezahlt  werden  sollen,  aber  noch  nicht  bezahlt  sind,  entrichte,  bezahle ­
  und  alle  Pfandverschreibungen,  Verweisungen  sammt  genügsamen ­
  Quittungen  dagegen  v.  Rogendorf  und  Hartitsch  zu  seinen
Händen  nehme  und  empfahe,  und  für  die  Verzinsung  der  von  Ortenburg ­
  jetzt  dargeliehenen  6000  fl.  vom  1.  September  d.  J.  bis
auf  Weihnachten  nächstkünftig  100  fl.  rheinisch,  zusammen
24,723  fl.  25  kr.  2  Pfenn.  Er  bekennet  für  sich  und  seine  Erben

')  Nach  Wissgrill  IV,  190,  übernahm  Dietrich  v.  Hartitsch  die  Herrschaft  Dürnstein ­
  und  die  Aemter  zu  Emmersdorf,  Agspacli  etc.,  die  vordem  Wilhelm
v.  R.  innegehabt  halte,  im  Jahre  1532  gegen  Hinausbezahlung  der  Pfandsumme. ­
  (Nach  dem  n.-östr.  Hof-Gedenkbuch  Fol.  265  im  Archive  des  k.  k.
Finanzministeriums).
2 )  Emersdorf,  Schloss  und  Herrschaft  an  der  Donau,  fast  Melk  gegenüber
Wimberg,  Schloss  und  Gut  im  Isperthale.
            
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