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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Am  21.  März  1500  zu  Neustadt  stellt  Wilhelm  auf  K  aiser  Maximilian ­
  einen  Pfandrevers  aus,  um  die  zwei  Aemter  in  der  niedern'
und  obern  Hofmarch  in  der  Herrschaft  Steyer  gegen  dargeliehene ­
  5000  11.  rheinisch.  Der  Kaiser  hatte  von  dem  von  Rogendorf
und  seinen  Brüdern  die  Burg  zu  Steyer  übernommen  und  sie
Wilhelmen  wieder  eingeantwortet.  Nun  macht  dieser  die  schriftliche, ­
  mit  eigener  Hand  geschriebene  Zusage  ddo.  Augsburg  am
10.  Juli  1510  die  Burg  bis  nächste  Lichtmess  (1511)  ohne  allen
Abzug  und  Irrung  abzutreten  und  verordnet,  dass  solches  jetzo  mit
seinen  Brüdern  und  Dienern,  ob  er  selbst  zu  der  Zeit  nicht  daselbst
sein  würde,  zu  beschehen  habe.  Die  Gebrüder  Wilhelm  und  Wolfgang ­
  von  Rogendorf,  beide  kaiserliche  Räthe,  leisteten  dem  Kaiser
Maximilian  ein  Darlehen  von  20,000  Gulden,  wofür  ihnen  das  Schloss
und  die  Herrschaft  Stey  er  zum  Unterpfand  ddo.  Schlettstadt  am
14.  März  1511  verschrieben  wurde  1 ).  Die  beiden  Brüder  stellen  zu
Freiburg  im  Breisgau  am  4.  April  auf  Kaiser  Max  einen  Pfandrevers ­
  aus,  um  das  Schloss  und  die  Herrschaft  Steyer  mit  dem
Rentmeisteramt  daselbst,  auch  der  gewöhnlichen  Burghut,  nämlich
200  fl.  rheinisch,  4  Muth  Korn  undl4Muth  Hafer,  mehr  4Dreiling
Wein,  etc.  mitsammt  dem  gewöhnlichen  Siegelgeld,  auch  dem  Hofholz
und  den  Wiesmädern  mitsammt  der  gewöhnlichen  Robot,  wie  sie
dieses  vorher  von  Ihrer  Majestät  genossen  und  gehabt  haben,  und  das
Amt  zu  Hall  für  20,000  fl.  rheinisch  Anlehen  satz-  und  pfandweise ­
  zu  fünf  Procent,  d.  i.  mit  1000  fl.  jährlich.  Der  Kaiser  versprach ­
  in  den  nächsten  drei  Jahren  die  Pfandschaft  nicht  abzulösen
und  sie  ein  Halbjahr  vorher  aufzukünden  (H.  u.  St.  A.) a ).  Kaiser ­
  Maximilian  bestimmte  dem  von  Rogendorf  wegen  seiner  Forderungen ­
  an  ihn  einen  Raittag  und  zwar  auf  nächsten  St.  Marlinstag
nach  Innsbruck  zur  kaiserlichen  Raitkammer,  seine  Räthe  sollen  was
sie  richtig  befunden,  daselbst  erledigen  und  ihm  hievon  einen  Auszug ­
  geben,  das  etwa  Irrige  mit  dem  Gutachten  und  den  Rathschlägen
von  Artikel  zu  Artikel  versiegelt  berichten,  damit  e  r  selbst  entscheide. ­
  Auf  gut  Rechenschaft  verordnete  und  bezahlt  Se.  Majestät
dem  von  Rogendorf  jetzo  6000  fl.  rheinisch.  —  ImJ.  1513  belehnte

t)  K.  Maximilian’s  Gedenkbuch  vom  J.  1495  —  1518,  Fol.  74.
s )  Grosse  Urkunde  von  Pergament  mit  Wilhelm’s  schönem  vierfeldigen  Siegel
und  Wolfgang's  eigenhändiger  sehr  guter  Unterschrift.
            
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