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Im Herbste des Jahres 1529 half er mit seinem Schwager
(S, 533) Niklas Grafen von Salm- Nenburg dem Altern, Leonhard
Freiherrn von Vels, Eck von Reischach etc. Wien erretten. Im folgenden
Jahre finden wir ihn auf dem grossen Reichstage zu Augsburg
als des Königs Ferdinand 0 b e r s th o fm e ist er, und neben ihm
als Räthe unter andern Sigmund Freiherrn von Dietrichstein *),
Niklas Grafen von Salm den Jüngern, Oberslkämmerer, Leonhard
von Vels, Marx Sittich von Ems, Eck von Reischach, Gaudenz von
Madruz aus Trient, den im J. 1532 durch die heldenmüthige Vertheidigung
von Giins für die Nachwelt unsterblich gewordenen
Ritter Niklas Jureschitz, den obersten Zeugmeister Michael Ott
von Achterdingen 3 ) aus Würlemberg, den deutschen Vicekanzler
Jörg von Logschau oder Logschan, die Doctoren und Gelehrten
Johann Faber, Heinrich Ribitsch, Beatus Widman, den Trientner
Paul Ritius, k. Leibarzt und Ahnherrn der nachherigen Grafen von
Sprinzenslein, den Historiographen Kaspar Ursinus Velins, Johann
Spiegel etc.
Auch Wilhelm’s Sohn Christoph Freiherr zu Rogendorf
und Mollenburg war neben den besten alten Namen des erbländischen
Adels im königlichen Gefolge daselbst zugegen.
Wilhelm verblieb nun vermöge seiner hohen Stellung meistentheils
um die Person seines Königs und Herrn, der ihm am 6. Februar
1539 für sich, seine Nachkommen sammt seinen Brüdern
und deren Descendenz das Erblioi'ineisteraint in Oesterreich
unter der Enns verlieh. — Wir finden jedoch ihn, als erfahrnen und
treuerprobten Kriegsmann, an der Spitze der schwierigen Angelegenheiten
in Ungern. So verwahrt das Archiv des k. k. Finanzministeriums
folgende Anfrage an K. Ferdinand. Es fragen nämlich
Wilhelm von Rogendorf und die verordnelen Kricgsräthe dd.
Wien 4. August 1537 Se. königl. Majestät, ob es derselben genehm
sei, die Post von Pressburg in die B ergstädte zu legen,
oder noch die Briefe durch den Turzo zuzufertigen.
Über diesen Kriegsmann (s. meine Medaillen I. 61 f.).
) Sigmund starb nach einer jüngst von Herrn Matthias Kocit im Archive
zu Nikolsburg aufgefundenen Auszeichnung seines Sohnes Adam im J. 1533
auf seinem Schlosse zu Finkenstein und ruht zu Villach und nicht zu
Wiener Neustadt zu den Füssen K. Maximilian’s I.