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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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den  hochfahrenden  Worten  der  Welschen  und  wiesen  auf  der
Deutschen  Thaten.  Sie  schlugen  einen  dritthalbstiindigen  Angriff
ah,  wobei  der  Feind  bei  2500  Mann  verlor  und  die  Belagerung ­
  auf  heben  musste  (vgl.  Ehrenspiegel  Seite  1295  und
1596.  —  Wilhelm  und  Wolfgang  von  Rogendorf  waren  bei  Gelegenheit ­
  jener  zu  Wien  im  Juli  1515  gefeierten  Doppelvermählungen
  in  Missionen  und  bei  den  Festlichkeiten  thätig  und
theiluehmend  ').
Im  Jahre  1517  wurde  er  des  jungen  Königs  Karl  (V.)
Statthalter  in  Friesland  ;  1518  des  Erzherzogs  und  Infanten ­
  Ferdinand  I.  geheimer  Rath  und  oberster  Hofmeister ­
  (vgl.  Nr.  260).  Nach  des  Kaiser  Maximilian’«  Tode
ernannten  dessen  Enkel  und  Erben  ddo.  27.  Juli  1519  ihn  neben
dem  Cardinal  Matthäus  Gang,  den  Bischöfen  von  Trient  und
Triest,  Bernhard  von  Cles  und  Peter  Bonomo,  Jacob  de  Bannissis
  3 )  Cyprian  v.  Sarnthein  etc.  zu  einem  der  Commissäre,
um  die  einstweilige  Satthalterschaft  in  den  österreichischen
Landen  zu  führen  und  den  Huldigungseid  im  Namen  beider  Brüder ­
  zu  empfangen.  Im  Jahre  1520  wurde  er  von  demselben
in  Botschaft  aus  den  Niederlanden  gen  Innsbruck  geschickt.
Am  11.  December  liess  sich  Frau  Anna,  geborne  Königinn
von  Ungern  und  Böhmen,  im  Namen  des  noch  in  Brüssel  abwesenden ­
  Erzherzogs  Ferdinand  mit  v.  Rogendorf  als  dessen
Stellvertreter  zu  Innsbruck  öffentlich  trauen,  worauf  das  Beilager
  gehalten  wurde.  Die  Vermählung  vollzog  zu  Linz  am
26.  Mai  1521  der  Bräutigam  selbst  aufs  Prachtvollste.
Zu  dieser  Zeit  wurden  laut  des  im  Archiv  des  k.  k.  Ministeriums ­
  des  Innern  verwahrten  Entwurfes  ddo.  Worms  3.  März
1521  die  Gebrüder  Wilhelm,  Wolfgang  und  Georg  mit
ihren  ehelichen  Nachkommen  von  Kaiser  Karl  V.  mit  dem
Titel  Freiherren  zu  Rogendorf  und  Mollenburg  in
des  h.  römischen  Reichs)  Freiherrenstand 3 )  erhoben.
*)  Diarium  in  Froheri  Script.  Rerum  German.  II.  594,  538,  600,  015,  616.
~)  S.  meine  Medaillen  auf  berühmte  und  ausgezeichnete  Männer  des  österr.
Kaiserstaates  I.  S.  1.  5.
)  Den  österreichisch-erblän  di  sehen  Freiherrenstand
hatten  die  Gebrüder  Rogendorf  schon  im  Jahre  1516  (vgl.  S.  553,  Anm.  2  und
537.)
            
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