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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Schaft  rainenden  Gründe  benennen  und  die  etwaigen  Grenzirrungen
berichtigen  sollen.  Der  betreffende  Bericht  der  Commissarien  erfolgte ­
  ddo.  Egenburg  am  28.  September  1530,  und  Wolfgang’s
Antwort  auf  diesen  ihm  mitgetheilten  Bericht  ist  ohne  Datum.
Derselbe  richtet  ferner  ein  Schreiben  vom  13.  October  des  nämlichen ­
  Jahres  an  die  Käthe  über  die  ihm  vorgehaltene  Beschwerung
Melchior’s  von  Lamberg  und  seiner  Schwieger  Ulrich’s  von  Haslpach
  Wittib,  wegen  des  Landgerichtes  zu  Sitzendorf,  das  am
5.  October  1518  an  von  Rogendorf  tauschweise  gekommen  war.
Die  Beschwerde  ging  gegen  die  Frau  von  Haslpach,  unter  anderen
wegen  eines  gefangenen  Übelthäters,  der  bei  genannter  Frau  in’s
Gefängniss  gekommen  war  und  den  sie  im  Schlosse  zu  Egenburg
seine,  ihm  nicht  gebührende  Verpflegung  gelassen  hatte.
Am  2.  November  1530  traten  Haslpach’s  Witwe  und  die
Erben  die  Herrschaft  Egenburg,  gegen  Erlegung  des  Pfandschillings ­
  ab  und  gaben  ihre  Verschreibung  heraus.  Da  der  ihr
herauszugebende  Revers  nicht  beihändig  war,  so  sollte  er,  wenn
er  über  kurz  oder  lang  vorkäme,  kraftlos,  todt  und  ab  sein.  Ja
sogar  K.  Ferdinand  stellte  zu  Wien  am  19.  November  desselben
Jahres  einen  Tödbrief  über  diesen  Revers  aus.  Gleichfalls  verwahrt ­
  das  k.  k.  Haus-  Hof-  und  Staatsarchiv  ein  Schreiben
(sine  dato)  des  Freiherrn  Wolfgang  an  die  Räthe  der  niederösterreichischen ­
  ltaitkammcr,  worin  er  sie  um  Ausfertigung  des  schon
oft  angesuchten  Pfandbriefes  über  Egenburg  bittet,  worauf  die
Antwort  am  20.  März  1531  erfolgte.  Jener  mag  im  Laufe  des
Sommers  ausgestellt  worden  sein,  da  Wolfgang’s  Pfandrevers  um
die  genannte  Herrschaft  für  0308  Gulden  5  Schilling  10  Den.  zu
Wien  am  30.  August  desselben  Jahres  ausgefertigt  ist.
Wolfgang  hatte  das  Ungeld  zu  Gundersdorf  das
er  als  eine  der  Herrschaft  Egenburg  einverleibte  Nutzung  und
Gült  innelialte,  Sr.  Majestät  ohne  einige  Ergetzlichkeit  zu  königlichen ­
  Händen  gegeben  und  eingeantwortet,  sein  Bruder  Wilhelm
aber  am  15.  November  1533  desselbe  um  1000  fl.  an  sich  gelöset

*)  Nach  Hu  eher  S.  169  empfing  Wilhelm  von  Rogemlorf  für  sich  als  Aeltester
  und  Lehentrüger  seiner  Brüder  Wolfgang  und  Georg  und  ihrer  drei
Erben  „das  süne  seyn’’  die  Veste  und  das  Schloss  zu  Gundersdorf ­
  vom  Melker  Abte  zu  Lehen.  Actum  am  Montag  1  September  1533.
            
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