Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

537

bildet  ist.  Wolfgang  lebte  noch  laut  eines  Lelienbriefes  für  Sebastian ­
  Wöttich  von  Jakobitz  im  Jahre  1539  und  dürfte  (Nr.  272),
im  folgenden  Jahre  gestorben  sein.
Wie  sein  Vater,  war  auch  er  auf  den  Wohlstand  seines  Hauses
und  die  Erwerbung  von  Besitzungen  bedacht.  Kaiser  Maximilian
tauschte  ddo.  Kaufbeuern  am  5.  October  151S  für  sich  und  seine  Erben ­
  mit  Wolfgang  Freiherrn  (S.545,  Anm.  3)  zuRogendorf  und
Mollenburg  sein  landesfiirstlichesL  a  ndge  rieht  über  seine  Holden
undUnterthanen,  zu  Sit  zendorf 1 )  gehörend,  so  dass  er  (Rogendoi'f)
  dem  Kaiser  das  Landgericht  über  seineHolden  und  Unterthanen ­
  zu  T  wy  n  p  e  r  g,  so  er  bisher  gehabt,  übergeben  und  dagegen  der
Kaiser  ihm  und  seinen  Erben  das  Landgericht  über  seine  Holden  und
Unterthanen,  die  zum  Markte  Sitzeudorf  gehören,  zugestellt  hat 2 ).
Er  löste  die  Veste  und  Herrschaft  Egenburg  von  Regina 3 )
Langin  von  Wellenburg,  Witwe  Ulrich’s  von  Haselbaeh,
Ritters,  Hauptmann’s  und  Pflegers  daselbst,  im  Jahre  1527,  mit
landesfürstlicher  Bewilligung  an  sich.  (Vgl.  Wissgrill,  IV.  194.)
Schon  ddo.  Gran  am  18.  December  1527,  befahl  König  Ferdinand  I.
nach  ordentlicher  Bereitung  und  Festsetzung  der  Grenzen  die
Herrschaft  Egenburg,  an  Wolfgang  Freiherrn  von  Rogendorf
zu  übergeben.  Diese  Grenzbestimmung  erlitt  aber  einen  mehrjährigen ­
  Aufschub,  indem  der  König  in  einem  Schreiben  aus  Augsburg
vom  22.  Juli  1530  an  die  Räthe  der  niederösterreichischen  Railkammer
  verordnet,  dass  sie  vor  Einantwortung  dieser  Herrschaft,
die  er  dem  Freiherrn  Wolfgang  von  Ulrich’s  von  Ilaslbach  Wittib ­
  am  nächsten  Allerseelentag  abzulösen  bewilliget  habe,  Commissarien ­
  zur  Besichtigung  der  dem  Wolfgang,  königlichem  Rathe  und
Landmarschalk,  und  seinen  Brüdern  gehörigen,  an  dieselbe  Herrl

 )  Der  Markt  Sitzendorf  ist  im  Viertel  unter  dem  Manhartsberg;  gelegen.
~)  Diese  Papier-Urkunde  im  k.  k.  H.  u.  St.  Archive  ist  eine  Copie,  bestätigt
vom  Erzherzog  Ferdinand  I.  zu  Wien,  am  1.  Mai  1524  ;  unterzeichnet  von
Sigmund  von  Dietrichstein,  Statthalter;  dann  von  C.  Puechhaim,  Hanns  von
Lamberg,  Sigmund  von  Herberstein,  G.  von  Bessrer  Doctor,  Marcus
Treutzaurwein.
3 )  Urkundlich  ddo.  Stuttgart  am  24.  Februar  1523  wird  Ulrich’s  von  Haslbach
Gemahlinn  Regina  des  Cardinal-Erzbischofs  Matthäus  Lang  leibliche
Schwester  genannt,  Wissgrill  IV.  194  nennt  sie  Katharina,  vielleicht
hiess  sie  Katharina  Regina.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.