Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

532

Kasper  war,  wie  sich  ans  allem  sehliessen  lässt,  ein  hartherziger ­
  Gutsherr,  ein  stets  auf  Geld  und  Besitz  sinnender  Mann.
Auf  jeglichen  Vortheil  bedacht,  kaufte  er  Herrschaften  und  Güter,
pachtete  Gefälle,  Mauthen,  Zehnten,  Ungeld  etc.,  lösete  Lehen  ein
und  dergleichen.  Dass  er  selbst  gewalttätig  gewesen  sei,  ergibt
sich  aus  einer  Absage  vom  28.  November  1492  von  Jörg  Gilleis
und  seinen  Helfern  wider  K.  Friedrich  wegen  eines  Gutes,  das  der
Rogendorfer  ihm  weggenommen  hatte.  (II.  u.  St.  A.  vgl.  Wissgrill
  III.  330.)  Er  hielt,  sich  jedoch  mit  unwandelbarer  Treue
an  Kaiser  Friedrich,  der  an  ihm  auch  einen  Mann  mit  ergiebiger
Hilfe  und  erprobter  Ausdauer  fand.
Als  K.  Maximilian  zu  Linz  am  11.  April  1501  vor  seiner  Abreise ­
  nach  Nürnberg  eine  Veränderung  in  der  bisherigen  Regierung
der  niederösterreichischen  Lande  zur  ordentlichen  Besorgung  der
sich  zu  sehr  häufenden  Geschälte,  deren  Sitz  zu  Enns  sein  sollte,
traf,  ernannte  er  unter  den  hiezn  Beizuziehenden  neben  Sigmund
von  Polheim,  Gregor  von  Starhemberg,  Simon  von  Hungersbach
(S.  535),  Wilhelm  von  Knöringen  etc.  auch  Kasparn  von
Rogendorf  1 ).
Am  7.  April  1506  übergab  Rogendorf  dem  K.  Maximilian
das  ihm  zugehörige  Hochgejaid  über  das  Rothwild  auf  dem
Ostramwald  (H.  u.  St.-A.  4  feld,  schönes  Sigill.  vgl.  Reil
S.  291.).  Weiter  verwahrt  dasselbe  k.  k.  Hans-  und  Staats-Archiv ­
  ein  Schreiben  ddo.  28.  April  1506  hierüber  von  Jörig  Rottal
an  Wolfgang  Herrn  von  Polheim:  ,,  Ich  pin  mit  dem  jungen  v.  Rogendorff ­
  vor  kün.  M.  zu  Schadwienn  (Schottwien)  gewest.  Hat  Ir
k.  M.  bewilligt  dem  alten  Hern  v.  Rogendorff  seins  Son  Lechenbrief ­
  zu  geben  vmb  des  von  eckartsaw  giiter.  Dagegen  soll
er  euch  ain  brief  vmb  den  Wildban  des  Ilofgejaids  an  dem
Osteram  geben,  das  solieh  gejaid  fiiran  k.  M.  zugehorn  sol,  aber
das  Reysegejaid  vnd  gellügel  soll  dem  Hern  von  Rogendorff  beleihen. ­
  Zu  Vrkundt  mein  Ilantgeschrift.  J.  Rottal.”  Im  Berichtschreiben ­
  von  Polheim  an  den  König  ddo.  29.  April  1506  ist  als
des  Letztem  Secretär  Blasi  IIölzl  unterzeichnet.
Am  6.  Juni  1506  belehnte  sein  Landesherr  ihn  und  seine  Erben ­
  mit  dem  von  Barbara  Vudnerin  und  Margaretha  Kammerftor-1

  )  Pritz  Geschichte  des  Landes  oh  der  Enns.  Linz,  18i7.  Bd.  II.  191.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.