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Kasper war, wie sich ans allem sehliessen lässt, ein hartherziger
Gutsherr, ein stets auf Geld und Besitz sinnender Mann.
Auf jeglichen Vortheil bedacht, kaufte er Herrschaften und Güter,
pachtete Gefälle, Mauthen, Zehnten, Ungeld etc., lösete Lehen ein
und dergleichen. Dass er selbst gewalttätig gewesen sei, ergibt
sich aus einer Absage vom 28. November 1492 von Jörg Gilleis
und seinen Helfern wider K. Friedrich wegen eines Gutes, das der
Rogendorfer ihm weggenommen hatte. (II. u. St. A. vgl. Wissgrill
III. 330.) Er hielt, sich jedoch mit unwandelbarer Treue
an Kaiser Friedrich, der an ihm auch einen Mann mit ergiebiger
Hilfe und erprobter Ausdauer fand.
Als K. Maximilian zu Linz am 11. April 1501 vor seiner Abreise
nach Nürnberg eine Veränderung in der bisherigen Regierung
der niederösterreichischen Lande zur ordentlichen Besorgung der
sich zu sehr häufenden Geschälte, deren Sitz zu Enns sein sollte,
traf, ernannte er unter den hiezn Beizuziehenden neben Sigmund
von Polheim, Gregor von Starhemberg, Simon von Hungersbach
(S. 535), Wilhelm von Knöringen etc. auch Kasparn von
Rogendorf 1 ).
Am 7. April 1506 übergab Rogendorf dem K. Maximilian
das ihm zugehörige Hochgejaid über das Rothwild auf dem
Ostramwald (H. u. St.-A. 4 feld, schönes Sigill. vgl. Reil
S. 291.). Weiter verwahrt dasselbe k. k. Hans- und Staats-Archiv
ein Schreiben ddo. 28. April 1506 hierüber von Jörig Rottal
an Wolfgang Herrn von Polheim: ,, Ich pin mit dem jungen v. Rogendorff
vor kün. M. zu Schadwienn (Schottwien) gewest. Hat Ir
k. M. bewilligt dem alten Hern v. Rogendorff seins Son Lechenbrief
zu geben vmb des von eckartsaw giiter. Dagegen soll
er euch ain brief vmb den Wildban des Ilofgejaids an dem
Osteram geben, das solieh gejaid fiiran k. M. zugehorn sol, aber
das Reysegejaid vnd gellügel soll dem Hern von Rogendorff beleihen.
Zu Vrkundt mein Ilantgeschrift. J. Rottal.” Im Berichtschreiben
von Polheim an den König ddo. 29. April 1506 ist als
des Letztem Secretär Blasi IIölzl unterzeichnet.
Am 6. Juni 1506 belehnte sein Landesherr ihn und seine Erben
mit dem von Barbara Vudnerin und Margaretha Kammerftor-1
) Pritz Geschichte des Landes oh der Enns. Linz, 18i7. Bd. II. 191.