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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Remanenz  her  schuldig  geworden  sei,  so  ihm  der  Krabat  *)  auf
den  Ungelten  zu  Waidhofen  auf  der  Ybbs  und  zu  Ybbs  übergeben
hat  (H.  «.  St.  A).  Der  Kaiser  gab  laut  Pergament-Urkunde
ddo.  Neustadt  am  1.  August  1476  auf  zwei  Jahre,  angefangen  am
St.  Katharinen-Tag  1474  bis  denselben  Tag  1476,  Kasparn,  seinem ­
  Truchsess  und  Pfleger  zu  Weiteneck,  für  jährliche  1200  Pf.
f  Pfenninge  Bestandgeld  das  Ungeld  zu  Waidhofen  auf  der  Ybbs
und  zu  Ybbs  (H.  u.  St.  A.),  was  1480  auf  ein  und  1483  auf  vier
Jahre  verlängert  wurde  (Nr.  12  u.  15).
Kaiser  Friedrich  gibt  ddo.  Grätz  24.  September  1478  (bei
Reil  S.  224  irrig  1477)  Sigmund  Prueschenken  3 ),  seinem  Kämmerer ­
  und  dessen  Erben,  das  Schloss  und  die  Herrschaft  Weiteneck ­
  mit  allen  Nützen,  Renten,  Zinsen,  Ungelten,  Herrlichkeiten  etc.
für  5000  hungarische  und  (zwar)  Dukaten  Gulden,  und  dazu  die
Nütze,  Renten  und  Gülten  im  Isperthal,  die  zu  demselben  Schlosse
gehören,  für  1500  auch  hungarische  Dukaten  Gulden,  die  er  von
Rogendorf  mit  kaiserlicher  Erlaubniss  zu  des  Landesfürsten  Hani
  den  ablöset,  in  Satz-  und  Pflegeweise  (Urkunden  auf  Pergament  im
k.  k.  H.  u.  St.  A.).  —  Am  12.  November  1478  verkauft  Kaspar
ewigen  Kaufs  dem  Kaiser  einen  Maierhof  zu  Weiteneck  sammt
zwei  Weingärten  und  Gärten  mit  aller  Zügehöruug  (H.  u.  St.
Archiv  mit  besonders  schönem  von  Rogendorf’scheu  Siegel  in
rothem  Wachs,  vgl.  Reil.  S.  446).
Am  1.  August  1478  übergibt  er  den  Hof  zu  Lewbeu  im
Winkl,  welchen  sein  Vater  Sigmund  sei.  inne  gehabt  hatte  und  der
bei  der  Theilung  mit  seinen  Brüdern  Balthasar  und  Burkhard  ihm
zugefallen  war,  Hannsen  Stübich,  Amtmann  zu  Lewben 3 ).

*)  Der  Krabat,  d.  i.  Andreas  von  Lappitz,  so  von  seinem  Geburtslande
Croatien  genannt,  kaufte  das  Gut  und  den  Edelsitz  Lappitz  im  Viertel  ob
dem  Wiener  Walde;  daher  sein  und  seiner  Nachkommen  Beiname.  Vgl.
Wissgrill  V.  436.
2 )  Die  Gebrüder  Sigmund  (f  1500  ledig)  und  II  e  inrich  Priicschenk,
Freiherren  von  Stattenberg  (im  Cillier-Kreise),  wurden  vom  römischen  K.
Maximilian  ddo.  Aschaflenburg  27.  Oct.  1495  mit  dem  Namen  Grafen  zu
Hardegg  und  im  Mac  hl  an  de  in  des  heil*  röm,  Reichs  G  rafe  ns  ta  n  d
erhoben.
°)  Pergament-Urkunde  im  H.  u.  St.  Archive  mit  einem  schönen  kleinen  Siegel
Kaspar’s  in  rothem  Wach»,  über  den  drei  Zinnen  prangt  ein  Stern,  da-■


            
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