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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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betreffen.  All  dies  Material  zusammenfassend  will  ich  das  Geschlecht ­
  von  etwa  1400  bis  1851,  von  Nikolaus  bis  auf  den  heutigen ­
  ,  einzigen,  achtzehnjährigen  Grafen  Robert  von  Rogendorf,
  Freiherrn  auf  Mollenburg,  durch  volle  fünft  halb  Jahrhunderte ­
  mit  eingeslrcuten  historischen  Notizen  und  Erläuterungen ­
  herabzuftihren  versuchen.

Dass  Rudolph  von  Roge  n  d  o  r  f  im  Jahre  996  dem  Turniere
zu  Braunschweig  beigewohnt  habe,  wie  ein  altes  Turnierbuch  meldet, ­
  gehört  zu  den  Fabeln.  Wir  beginnen  mit  Niklas,  der  in
der  Steiermark  lebte.  Niklas  der  R  oge  n  d  o  r  ffer,  bekennt
ddo.  10.  Februar  1387,  dass  ihm  und  seinen  Erben  Propst  Ulrich
zu  Seckau  zwei  Huben  zu  Pareneck  ob  dem  Jaydhof,  gegen  einen
Jahreszins  von  einer  halben  Mark,  dann  eine  Hube  zu  Nieder-Tobel
  bei  der  Mur,  gegen  den  nämlichen  Jahreszins  zu  rechtem
Kaufrecht  verliehen  habe.  Mit  zwei  anhangenden  Wachssiegeln
auf  Pergament  im  k.  k.  Haus-  und  Staatsarchive 1 ).  Nach
Nr.  198  der  in  Brünn  verwahrten  Original-Urkunden,  macht
Niklas  im  Jahre  1400,  sein  Testament.  Das  Haus-und  Staatsarchiv ­
  besitzt  einen  pergamentenen  Tauschbrief  (ddo.  13.  April
1401),  von  Ludwig  von  Thalheim,  Freisingischem  Chorherrn  und
Pfarrer  zu  Grätz  an  der  Mur,  auf  Herzog  Wilhelm  von  Oesterreich,
um  den  Pfarrhof  der  Kirche  daselbst  am  Thore,  dafür  ihm  der
Herzog  die  von  Albrecht  Riettenburg  und  Niklas  Rogendorf
erkauften  Häuser,  Hofmarkt  (sic)  und  Zugehörung  gegeben  hat.
Seine  Gemahlinn  war  Barbara  von  Ha  11  egg  und  angeblich  deren
Sohn  Sigmund,  mit  dem  die  zuverlässige  Sfammreihe  beginnt.
Am  25.  Mai  1425  verkauft  Sig'imutd  Rogendorfer  der
Abtissinn  Gertrud  zu  Goess  neun  Hofstätten  zu  Seirsperg,
mit  einem  Holz,  Wiesen  und  Acckern  um  104  Pfund  guter  Wiener ­
  Pfenninge  (H.  u.  St.  A.).  Derselbe  war  1440  Judenrichter
zu  Marburg 2 ),  später  L  a  n  d  s  c  h  r  e  i  b  e  r  und  auch  Ha  u  p  t  m  a  n  n-*)

  H.  u.  St.  A.  bedeutet  It.  k.  Haus-,  Hof-  und  Staatsarchiv  ,  und  A.  des  F  —-Archiv,
  des  Finanzministeriums.
2 )  Aquilini  Julii  Caesaris  Annales  Ducat.  Styriae  Toni.  HI.  409,  I.  50  cf.  Com.
de  Wurmbrand  Collectan.  genealogico-historica.  Vienae  1705.  cap;
XXXIX.  pap.  95.
            
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