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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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zusammengeslellte  Vocabularium  um  ein  Bedeutendes  erweitern
können,  wenn  nicht  die  äusserste  Fehlerhaftigkeit  des  davon  in
deutscher  Bearbeitung  erschienenen  Abdruckes  —  des  einzigen,  der
existirt  —  die  Benützung  desselben  zur  Aufstellung  neuer  Artikel
beinahe  unmöglich  machte.
Die  vorliegende  Arbeit  enthält  zwar  nicht  alles,  was  in  einer
Grammatik,  am  wenigsten  in  einer  vollständigen,  gesucht  zu  werden ­
  pflegt,  sondern  nur  so  viel,  als  die  vorhandenen  Hilfsmittel
zu  Tage  zu  fördern  erlaubten.  Dagegen  findet  sich  in  ihr  Manches,
wie  über  die  Dialekte,  den  Charakter,  die  Zusammensetzung  der
Wörter,  was  in  den  Kreis  grammatikalischer  Untersuchung  in  der
Regel  nicht  gezogen  wird.
Das  Aino,  eine  Sprache  welche  in  grammatischer  Beziehung
in  der  Mitte  zwischen  dem  Chinesischen  und  dem  Mandschu  steht,
kann  zwar  nicht  eigentlich,  wie  dieses  sonst  überall  geschieht,
nach  den  gewöhnlichen  Redetheilen  abgehandelt  werden;  da  jedoch
die  hier  einzig  natürlicheEinthcilung  in  wirkliche  und  in  Hilfswörter,
oder,  besser  gesagt,  in  Wörter  mit  Bedeutung  und  Wörter  ohne
Bedeutung,  nicht  festgehalten  werden  konnte,  ohne  bei  jeder  Gelegenheit ­
  in  die  Gefahr  des  Irrthums  zu  gerathen,  so  wurde  es  vorgezogen, ­
  zuerst  anzugeben,  welche  Formen  der  Ainosprache  uusern
  grammatikalischen  Formen  entsprechen,  und  dann  erst  dasjenige, ­
  was  in  der  Ainosprache  die  Grammatik  constituirt,  die
Partikeln  und  die  Wortfolge,  zu  behandeln.  Hierdurch  glaubt  der
Verfasser  eine  Arbeit  geliefert  zu  haben,  welche,  wenn  sie  auch
keinen  Anspruch  auf  den  Vorzug  macht,  keiner  Verbesserungen
mehr  bedürftig  zu  sein,  doch  eine  Grundlage  bietet,  auf  welcher
in  künftiger  Zeit  weiter  gebaut  werden  kann.
            
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