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exdgger.at, quibus trucidet miscrabilius innoccntcs. .... Sed
nos,’ so fährt der Kaiser fort 'paterni sermtii memores, voluimus
cum lenitate (der Druck hat Imitate) procedere, intendentes a
via mala virum impium revocare.’
Am schärfsten wird aber die Anklage gegen Ende des Briefes,
wo der entartete Sohn, wie oben dessen Bruder nach anderen
Zeugnissen, sogar unmenschlicher Grausamkeit gegen die eigene
Mutter, so wie der Gottlosigkeit beschuldigt wird. 'Qui cum nec
deum timcat, ficut dicitur, nec terrenum velit dominum revereri,
naturce reverentiam non observans, nobilem dominam matrem
fuam, fuis bonis fpoliatam, de terra fua turpitcr effugavit: et,
(i manum in eam mittere potuisset, über ejus, infelix homo,
prceciderc minabatur.'
Es kann nicht unsere Absicht sein und würde uns hier jedenfalls
viel zu weit führen, wollten wir auf kritischem Wege ermitteln,
in wie weit die auffallend leidenschaftlichen Anklagen des
kaiserlichen Kanzlers, wo nicht des Kaisers selbst, so wie einiger,
besonders fremdländischer Quellenschriftsteller jener Zeit, als des
Alberic de Trois-fontaines, Matthaeus Paris, Richard de St. Germain,
der Augsburger Chronik und anderer, gegründet waren oder
nicht. So viel aber geht aus Allem hervor, dass der Ruf unseres
Herzogs nicht der beste war und dass schon die Zeitgenossen kein
Bedenken trugen, ihm, wie seinem Bruder Heinrich, die ärgsten
sittlichen Vergehen, selbst gegen die eigene Mutter bcizulegen.
Dass dieses ganz ohne Grund geschehen, ist nicht wohl anzunehmen.
Auch die spätere Geschichte hat beiden Brüdern keine
ihre sittlichen Vorzüge hervorhebenden Namen gegeben, ihr lieisst
Heinrich der 'Grausame’ und Friedrich der 'Streitbare,’ während
sie deren Vater den 'Glorreichen,’ den Grossvater den 'Tugendhaften’
nennt.
Wie schon oben bemerkt wurde, hält es schwer, von den beiden
Brüdern einen als den von Walther im ersteren Gedichte angeredeten
Knaben zu bezeichnen. Beide, wie wir sahen, waren
sittlich verkrümmt. Möglich auch, wenn nicht wahrscheinlich,
dass in ein oder der anderen Quelle Vergehen des einen Herzogs
dem anderen beigelegt wurden, bei Pietro wenigstens scheint die
Verfolgung der Mutter von Heinrich auf Friedrich übertragen zu
sein. Denn die beiden Erwähnungen dieser Unlhat Heiurich’s in