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nisses ist zudem so greller Art, dass man, da keine andere Quelle
sich so vernehmen lässt, an dessen Aechtheit gezweifelt hat. Dieser
Grund allein kann uns natürlich für keinen gelten, denn enthielte
nur die se Quelle die Wahrheit, um so willkommener müsste sie
uns sein, vorausgesetzt, dass alle übrigen ihr nicht geradezu widersprächen,
was aber durchaus nicht der Fall ist. Das blosse
Schweigen derselben kann auch noch anderen Grund haben und gestattet
uns nicht, desshalb allein diese Quelle für unächt zu halten,
um so weniger, als sie, was ihre Ueberlieferung betrifft, durchaus
keinen Verdacht erregt.
Ich meine den Brief Kaiser Friedrich’s II. an den König von
Böhmen vom Jahre 1236 ' fuper diversis excessibus ducis Anstriae’.
Ersteht im Formelbuche des Pietro delleVignie, inder Ausgabe
Iselins Bd. 1, S. 386 bis 394. Wir müssen hier aus diesem merkwürdigen
Schreiben, das ohne Bedenken ebenso äclit als leidenschaftlich
genannt werden muss, dasjenige aufführen, was sich auf
den Charakter des damals etliche und zwanzig Jahre alten Herzogs
bezieht, können aber die Vermuthung nicht unterdrücken, dass
dasselbe vielleicht nie zur Ausfertigung gelangte oder wenn, gewiss
in milderer Form. Auch das unter den Briefen Pietro’s erhaltene
Königsdiplom für unseren hier so übel geschilderten Herzog, bei
Iselin 2, 197 bis 200, ward niemals wirklich ausgefertigt.
Gleich im Eingänge lässt Pietro den Kaiser vom Leichtsinne
und den flatterhaften Sitten des Herzogs sprechen, 'levitas ducta
moribus inconsultis.’ Er habe über dessen jugendlichen Leichtsinn
anfangs geschwiegen 'juvenilem ejus dissimulavimus levitatemj
endlich aber müsse er sprechen, nachdem der Herzog 'prorsus
cjecerat cequitatem, viduis et orphanis, quos jure fovere dcbuerat,
moleßus exißens, divites opprimens, pauperes conculcans,
liumilians nobiles et deßruens populäres, diversis flagitiis
afficiens subditos.• nullam adversus eos aliam causam
Habens, nisi quod pium esse sibi credit et licitum quiequid
libet ....’ 'Data igitur per eum effreni licenlia luxui et mente
ipfius in omnem viam malitioe turpiter inquinata, deflorat Virgines
et facit a suis complicibus deßorari, matronas vencrabiles
dclioneßat, auferens filias patribus et viris midieres per
violentiam. Et utinam his contentus non exeogitaret in patrum
animas cl virorumt in quorum nccem diversas fpecies mortis