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Verbindung gebracht haben, zur geschichtlichen Prüfung derselben
übergehen, von diesem streng abgegrenzten Gesichtspuncte aus
unseren Blick auf das neue Bild lenken und sehen, wie es sich in
seiner neuen Umgebung spiegelt und nothwendig wiederfindet.
Herzog Leopold von Oesterreich also ist es, der sechste aus
dem Stamme der Babenberger, an dessen Hofe zu Wien unser
Walther, seit derHeiinkunft vom Tage zu Nürnberg, wie wir oben
gezeigt haben, zu Ende des Monats Juni 1217 weilte.
Leopold, der sich ums Jahr 1203 mit Theodora, einer Tochter
oder Enkelin des griechischen Kaisers Ignaz Angelus, vermählt
hatte, — die Quellen schwanken über diese Bestimmung,
wie zwischen den Jahren 1202 und 1203 als jenes der Vermählung —
war damals noch Vater von sechs Kindern, vier Mädchen und zwei
Knaben. Kaum ein Jahr war verflossen, seit ihn der herbste Schmerz
für einen fühlenden Vater, der Verlust seines erstgebornen Sohnes,
wie ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel getroffen hatte. Der Knabe
wurde nämlich damals im nahen Kloster zu Neuburg an der Donau
auferzogen. Der Unachtsamkeit seines Erziehers schrieb man
es zu, dass sich der hoffnungsvolle Junge in seinem zehnten Jahre,
nach einer Quelle am 21. October 1216, von einem Pflaumenbaume
herab zu Tode fiel. Ein altes Gedicht, bei Rauch Scriptores 1, 367
erzählt das Ereigniss auf folgende Weise:
der lierzoge Liupolt hiez,
den fin vater ze fcliuole liez.
ez was fin erfter fuon.
fin meizogc wolt im vreude tuon,
wifte in in einen garten
und wolte fin niht warten,
noch liahen deheine goume.
ab einem fpendlincboume
ze töde viel er ficli u. s. w.
Dieses traurige Ereigniss mag den Vater bestimmt haben, in
Hinkunft bei der Wahl seiner Erzieher vorsichtiger zu sein und
für seine beiden noch übrigen Knaben statt der Klosterschule, wo
sie vielleicht mit andern Zöglingen zusammen, dadurch unter minder
sorgfältiger Ueberwachung leben sollten, lieber besondere Erzieher
zu wählen. Zu dieser Annahme führt mich die Betrachtung,
dass der durch den Herzog zum Erzieher bestimmte Walther nur
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