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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Beziehung - ,  nicht  in  völlig -  neue  Lagen  und  Gesichlspuncte  gebracht
wurden.  Sollte  ein  solcher  Versuch  sich  nicht  lohnen,  selbst  auf  die
Gefahr  hin,  dass  er  misslingen  könnte?  Wie  aber  wenn  er  uns  plötzlich ­
  über  jene  befremdende  Wendung  in  Wallher’s  Lehen  genügenden ­
  Aufschluss  gewährte  ?  Wenn  er  uns  zeigte,  das  seine  Trostlosigkeit, ­
  die  ihn  die  Ileimath  zum  letzten  Male  zu  verlassen  zwingt,  in
einer  nichts  weniger  als  nur  augenblicklichen  inneren  Stimmung,
dass  sie  ihren  Grund  in  äusseren,  von  ihm  nicht  zu  beseitigenden
Verhältnissen  hatte?
Lassen  Sie  uns  denn  zum  Versuche  selbst  schreiten.
Die  beiden  Gedichte  101,  23  bis  36  und  35,  1?  bis  26  sind
es,  mit  denen  wir  uns  jetzt  aufs  eindringlichste  zu  befassen  haben.
Das  erstere  derselben,  obwohl  es  der  Zeit  nach,  wie  sich  zeigen
wird,  hinter  das  zweite  rückt,  muss  uns  dennoch  hier  zuerst  beschäftigen, ­
  weil  es  durch  erwünschte  Ausführlichkeit  über  seine
allgemeine  Bedeutung  ausser  allen  Zweifel  setzt  und  uns  dadurch ­
  das  Verständniss  des  zweiten,  höchst  schwierigen  und  vieldeutigen, ­
  erst  möglich  macht.  Ich  stelle  es  auch  schon  desshalb
voran,  weil  es  auch  mir  ganz  ungezwungen  und  ungesucht  den  Sinn
des  zweiten  erschlossen  hat,  somit  die  Erfahrung  denselben  Weg -
als  einen  bewährten  an  die  Hand  gab.  Es  lautet:
101,  33  Selbwalisen  kint,  du  bist  ze  krump:
sit  nieman  dich  gerillten  mac
35  (du  bist  dem  besmen  leider  alze  gröz,
den  fwerten  alze  kleine),
nu  fläf  unde  habe  gemach,
ich  liän  mich  leihen  des  ze  tump.
daz  ich  dich  ie  fö  höbe  wac.
30  ich  bare  din  ungefiiege  in  friundes  fchdz.
min  leit  bant  ich  ze  heine,
minen  rugge  ich  nach  dir  brach.
nu  fl  din  JLcliuole  meifterlös  an  miner  ßat:  in  kan  dir  niht.
kan  ez  ein  ander,  deis  mir  liep,  fwaz  liebes  dir  da  von  gefchiht.
35  doch  weiz  ich  wol,  fwa  fln  gewalt  ein  ende  hat,
da  ftet  fln  kunst  nach  flinden  ane  dach.
Ich  lasse  dem  Originale  eine  möglichst  sinngetreue  Uebersetzung
  folgen  und  stelle  die  nötliigen  Erklärungen,  wie  die  Begründung ­
  der  Uebersetzung  durch  wortgetreue  Wiedergabe  zwischen
Klammern  daneben.
            
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