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rendcn begrüsst und durch die wiederhollen Ausdrücke svvenn
iruns komet’ und 'sit uns hie’ zu erkennen gibt, dass er damals
ganz bestimmt in Oesterreich weilte.
Der Tag oder auch nur der Monat der Heimkehr des Herzogs
ist aber in keiner heimischen Quelle angegeben. In dem durch unsere
Akademie veröffentlichen 'Notizenblatte für Kunde österreichischer
Geschichtsquellen’ Jahrgang 1851, S. 79 bis 80, findet sich
ein Auszug einer Urkunde Leopold’s vom 3. September 1219 für
Herzogenburg, deren Inhalt schliessen lässt, denn sie zeigt keinen
Ausstellungsort, dass der Herzog an diesem Tage schon auf österreichischem
Boden weilte. Meiller’s Regesten und zwar Nr. 155
zeigen ihn erst am 7. October zu Wien. Wir können aber ohne alle
Gefahr, da keines der erhaltenen Gedichte dagegen spricht, in der
Sache selbst nichts widerstreitet, vielmehr alles dafür ist, annehmen,
dass Walther diese beiden Jahre, seinem zu Eisenach ausgesprochenen
Wunsche gemäss, am Hofe zu Wien werde zugebracht haben.
Es soll sich jedoch später zeigen, ob nicht die oben erwähnten
beiden bis jetzt ganz anders aufgefassten Gedichte gerade über
diese so karg bedachte Zwischenzeit seines Lebens erwünschten
Aufschluss gewähren können. Vor der Hand liegt uns, ob das Leben
Wallher’s, so weit es sich verfolgen lässt, wenigstens in seinen
Ilauptpuncten, gewissenhaft zu betrachten.
Wir haben also unseren Dichter während seines dritten Aufenthaltes
in derlleimath bis in den Herbst des Jahres 1219 wiederholt
an der Seite des Herzogs Leopold getroffen. Er selbst belehrt uns
an mehreren Stellen seiner Gedichte — vergl. zu 35, 4 dann 34, 37
und 35, 3 — dass er sowohl zum Herzoge als zu dessen Oheime
Heinrich von Medling in mehrfachen Beziehungen gestanden habe,
und dass er beiden zu Dank verpflichtet sei, muthe ihm auch erstem
1 zuweilen wunderliches zu. Vergl. Z. 35, 20. Von diesem
Zeitpuncte an bricht aber plötzlich jeder weitere Verkehr mit Leopold
ab, wie Lachmann zu 35, 18 vermuthet, weil der Herzog sich
durch einen Ausspruch des Dichters verletzt fühlte, wie ich unten
auszuführen suchen werde, aus ungleich gewichtigerem Grunde.
Kurze Zeit darnach weilt Walther nicht mehr am Wiener
Hofe, sondern, wie es scheint, beim Erzbischöfe Engelbrecht von
Köln, vergl. zu 84, 28, 31 und 33, später aber, wohl durch das
ihm vom Hohenslaufer Friedrich II. ertheilte Lehen bedingt, vergl.