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Diese vier schlagenden Gründe werden uns mit Lnclunann in
Walther einen Oesterreicher erkennen und wohl am natürlichsten
aunehmen lassen, dass er seine Jug’end in der ileimath verlebt
habe. Ausdrückliche, urkundliche Beweise dafür fehlen aber gänzlich.
Dass er etwa im Jahre 1187 sich zuerst auf dem Felde der
Dichtkunst versucht habe, lehrt der oben erwähnte Schluss, dass
es in der Heimath geschehen, Hesse sich vermulhen.
Bis kurz nach den ersten drei Jahrzehenden seines Lebens,
bis zu Ende des Jahres 1198, gewähren Walther’s Gedichte keinen
Auhaltspunct über seine Lebensverhältnisse. Um den Schluss des
Jahres sehen wir ihn nach dem Gedichte 19, 29 bei König Philipp
dem Ilohenstaufer gastliche Aufnahme finden. 'Warum er nicht
bei Leopold blieb’ bemerkt Lachmann zu 19, 36 'warum sein mahnen,
S. 21, 9, um Unterstützung beim Herzog nicht verfieng, ob
er ausser der Auswanderung noch etwas anderes verschuldete,’
worauf Z. 26, 1 zu deuten scheint, 'wird sich nicht entscheiden
lassen; er selbst sagt Z. 24, 35: ihn vertreibe die allgemeine Traurigkeit,
und 107, 26, dass ihm daheim Gut und Ehre fehle.’ Er
zieht also zu Philipp.
Nach dieser Zeit finden wir ihn aber, dem Gedichte 25, 26
zufolge, Sonntag den 2S. Mai 1200 zum zweiten Male in der Heimath,
und zwar zu Wien beim Feste der Sehwertuahme Leopold’s
des Glorreichen. Er preist mit warmen Worten die Freigebigkeit
des jungen Fürsten, obwohl ihm dieser von vorne herein, wie 20,
31 und 24, 33 entnehmen lassen, nicht so hold war, wie sein Vorgänger
Friedrich der Katholische.
Wir treffen Walthern darnach Mittwoch den 6. Jänner 1205,
so wie einige Zeit vorher und nachher in der Nähe König Philipp’s
und zwar während dessen zweiter Krönung zu Aachen, vergl. zu
18, 36 und 19, 36, es hält aber schwer zu entscheiden, ob er sich
nicht mittlerweile noch einmal bei Leopold aufgehalten habe, obwohl
die Aeusserung 32, 16, 'vind ich an Liupolt höveschen tröst’
eher dagegen zu sprechen scheint, denn sie lehrt uns, dass Walther
noch zehn Jahre später nicht sicher war, bei Leopold auch wirklich
'höveschen tröst’ zu finden. Dem sei nun wie ihm wolle, so
steht wenigstens so viel fest, dass er Pfingsten 1200 zuin zweiten
Male in der Heimath weilte, und dass er bald nach des Königs Krönung
zu Aachen an den Thüringer Hof nach Eisenach ging, sich zu