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gegen den Vater, gelang es jenem, sich der Hauptstadt und des
Thrones zu bemächtigen, worauf er seinen Vater und seine Brüder
in denselben Thurm, in welchem er früher eingekerkert war, gefangen
setzte. Nach zwei Jahren entflohen auch diese mit
dem Beistände eines gewissen Angelos nach Skutari. Als aber
Andronikos die Flucht erfuhr, wollte er nicht die Ursache des
Unglücks der Romäer sein, rief den Vater und die Brüder zurück,
indem er ihnen Sicherheit zusclnvor, setzte den Vater wieder auf
den Thron, warf sich zu dessen Füssen und flehte um Vergebung
des Geschehenen. Der Vater vergab ihm auch, und schickte ihn
samrat seiner Gemahlin und seinem Sohne nach Selymbriä, um
dort zu wohnen, und schenkte ihm diese Stadt und Daneion, Ileraklea
und Panidos.”
Diese Erzählung des Dukas nun wird offenbar durch einen
zwischen Joannes und Andronikos Paläologos abgeschlossenen
Vertrag bestätigt, den Patriarch Nilos zu grösserer Sicherheit
durch ein ,, avvodixov •ypap.p.a” vom Jahre 1381 bekräftigt *_), und
in welchem festgesetzt und beschworen wurde, dass Vater und
Sohn von nun an durchs ganze Leben Frieden halten, nach Joannes
Tode aber Andronikos und sein Sohn die rechtmässigen Thronfolger
sein sollten, nicht aber der zweitgeborne Manuel, dem der
Kaiser nach seiner Rückkehr aus Italien zum Danke für die kindliche
Liebe, mit der er ihn aus den Händen seiner venetianischcn
Gläubiger befreite, den Thron zugesagt hatte.
Das Datum der angeführten Urkunde bietet uns zugleich den
Anhaltspunct zur Feststellung des Jahres, in welchem es Murad
gelang, der aufrührerischen Söhne habhaft zu werden; denn da
Andronikos, wie Dukas sagt, zwei Jahre im Gefängniss verblieb
und von seiner Flucht bis zu der seines Vaters abermals zwei
Jahre vergingen, der Vergleich zwischen beiden aber nach dem
hier mitgetheilten Documente im Mai 1381 zu Stande kam, so
wird die Unterdrückung der Verschwörung mit höchster Wahrscheinlichkeit
in das Jahr 1377 zu setzen sein, und nicht in das
Jahr 1375, wie Lebeau will 2 ).
*) Siehe Urk. IV.
2 ) Histoire du Bas Empire, nouv. ed. par Saint-Martin. toin. XX. p. iiS.
Indessen verhehlt er die chronologische Schwierigkeit nicht, da er sagt: