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den, sie wären denn zum dritten Male vorgefordert” ‘). Oie Informatoren
Hessen durch den Bürgermeister täglich 20 Personen vor
sich laden, widerlegten ihre Zweifel gegen die katholische Religion,
suchten sie zu bekehren und gaben ihnen Bedenkzeit. Es waren
drei Termine bestimmt, von 1 Monat, von 14 Tagen, von 8 Tagen;
nach Verlauf der letzten stand noch ein Termin zur Emigration
offen. Später wurden, da die Zeit nicht hinreichte, täglich 40 Personen
vorgeladen. Die Commissäre Hessen täglich 80 Personen
vor sieh bescheiden und verlangten von jeder die kathegorische
Antwort: „ob sie sich zur katholischen Religion bekennen oder
emigriren wolle. ” Jede Antwort wurde zu Protokoll genommen
und nach Prag geschickt. Siebefahlen, Bürgermeister, Rath und
Gemeinde sollen die Predigten Pater Emerich’s besuchen. Der
grösste Theil der Bürger hatte kein Bedenken, diesem Begehren
zu willfahren. Bürgermeister und Rath wollten sich zur Information
nicht verstehen. Die Stadt hatte gleich nach der Ankunft der
Commissäre Abgeordnete nach Wien geschickt, um den Kaiser zu
bitten, sie in freier Ausübung ihrer Religion zu lassen oder wenigstens
eine Bedenkzeit von einem Jahre zu gewähren; „als eine vom
Reich zur Krone Böhmens gekommene Pfandschaft könnten sie
doch nicht schärfer als die böhmischen Städte, welche 3 bis 4 Jahre
Bedenkzeit erhielten, gestraft werden a ). Die Commissäre riethen
in einem Bericht an den Kaiser, diese Bedenkzeit zur Reformation
oder Emigration nicht zu gestatten, weil in der Stadt und Vorstädten
nur 24 Katholiken sich befänden und daher die Einwohner
sämmtlich auswandern müssten; der Rath sei grösstentheils an der
starren Weigerung der Gemeinde Schuld, der Kaiser möge den Abgeordneten
einen Verweis geben oder sie wegen Ungehorsam mit
Arrest bestrafen 3 ). Auch die Ritterschaft 4 ), die Burglehensleutc
J ) und die Lohensmannen der böhmischen Krone 6 ) wurden
*) SehreibenAdamSchmidl’s von Seebergan seinen Vetter.Oct. 1628. Fase. III. 1.
') Supplik vom 27. September 1628. Fase. II. 55.
3 ) Relation der Ref. comm. an S. M. 28. September 1628. Fase. 1). 57.
4 ) Wolf Wilhelm Elbögner zu Königsberg, Hans Willi, von Zedivitz zu Liebenstein,
Sigmund Abraham von Trautenberg zu Wildstein, die Brandtner zu
Senberg, Zedwitz zu Asch.
5 ) Vom Adel 7, Bürger und Bauersleute 64.
6 ) 4 Brüder von Trautenberg, 3 Mulz von Walda, 4 Brandt, Zedrvitz von Krugsreit
und Neuburg, Adam Nothhafft zu Weissenstein, Georg Friedrich Unruh