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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Am  Ende  der  Handschrift:  Liber  Sermonum  Magisterialium
Sacrorum  Basileensis  et  Constantiensis  Conciliorum,  Gloriosissime  virginis
  Marie  Monasterii  Ncwnburgensis  Pataviens.  Diüces.  In  persona
Egregii  viri,  Domini  Cholomanni  Chnapp  de  Hyppleins,  Dccretorum
  Doctoris  Canonici  et  Confratris  ejusden  Monasterii  Eo  tempore
Reverendi  in  Xsto  Patris  et  Bni  Dili  Sigismundi  prepositi  uenerabilisque
  Sancte  Salczburgensis  Ecelesie  Capituli  ac  aliorum  ejusdein  ordinis
  et  diöcesis  septem  prelatorum  in  prefato  Basileensi  Conciüo  oratoris,
eomparatus,  seriptus  et  finitus  Sab  anno  Diii  Millesimo  Quadringenlesiino
  Tricesimo  Quarto  Sexta  Januarii.

Hr.  Custos  Diemer  liest  die  Fortsetzung  seiner  „Kleinen
Beiträge  zur  altdeutschen  Sprache  und  Literatur.”
VI.Bruchstück  von  Wolfram’s  Parzival.
Dasselbe  befindet  sich  in  der  Bibliothek  des  1%  Meile  nördlich ­
  von  Gratz  gelegenen  Cistercienserstiftes  Rein  in  Steiermark,
das  von  dem  Markgrafen  L  e  o  p  o  1  d  VI.  aus  den  ererbten  Gütern
Waldo’s  (oder  Walfried  II.  f  1120),  des  letzten  Grafen  von
Ituen  im  Jahre  112S  gegründet  wurde  und  in  alter  Sprache  Ruen,
R  u  n  i  a,  R  u  i  n  a  oder  Rein®  hiess.
Unser  Fragment  besteht  aus  zwei  Pergamentblättern  in  Klein
folio,  die  inwendig  auf  den  Deckeln  einer  lateinischen  Handschrift  des
15.Jahrhunderts  angeklebt  waren,  und  w T ohl  noch  dem  13.  Jahrhundert ­
  angehören  dürften.  Jede  Seite  bietet  drei  Spalten  mit  je  60
durch  Linien  getrennten  Versen.  Es  sind  deren  724,  die  nach
Lachmann’s  Ausgabe,  Berlin  1833,  die  Absätze  von  417,18  bis
429,28  und  441,28  bis  453,20  enthalten.  Inzwischen  fehlen  also
zwölf  Abschnitte  mit  360  Versen,  welche  nach  unsererHandschrift
gerade  ein  Blatt  ausmachten.
Merkwürdig  ist  es,  dass  von  diesem  Meisterwerke  mittelhochdeutscher ­
  Poesie,  von  dem  in  Deutschland  so  viele  Handschriften
vorhanden  sind,  bei  uns  in  Oesterreich,  ausser  den  drei  aus  Ambras ­
  stammenden  der  kais.  Hofbibliothek,,so  viel  ich  weiss,  noch
keine  vorgekommen  ist,  und  doch  war  diese  Dichlung  Wolfram’s  bei
uns  nicht  minder  als  seine  übrigen  bekannt,  was  aus  den  häufigen
Beziehungen  Seifried  Helhling’s  (um  1291)  z.  B.  3,  150.  13,  20-80.
  15,  107.  119.  133.  163.  hervorgeht.  In  der  Abschrift  ist
nichts  geändert,  die  durch  das  Ablösen  verwischten  Stellen  oder
Buchstaben  sind  aus  Lachmann  ergänzt  und  durch  Einschluss-
            
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