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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Allgemeinen  von  dem  Texte  der  Scriptoren  durch  kleineren  Druck
auch  äusscrlich  unterschieden  und  von  der  ersten  Urkunde  an  am
Rande  fortlaufend  numerirt  werden,  so  dass  später,  wenn  in
einem  folgenden  Scriptor  die  Urkunde  sich  wiederfinde,  mittelst  der
Seite  und  Nummer  leich  t  und  sicher  auf  jenen  früheren  Druck  zurückverwiesen ­
  werden  könnte.
Den  Winter  hindurch  ward  nun  ununterbrochen  an  den  mühseligen ­
  Abschriften  fortgefahren.  Die  Arbeit  rückte  aber  nur  langsam ­
  vorwärts.  Sämmtliche  Copisten  nämlich,  als  in  Staatsdiensten
stehend,  konnten  nur  ihre  freie  Zeit,  das  ist  die  Nachmittagsstunden,
diesen  Arbeiten  zuwenden.  Sie  leisteten,  was  ihnen  bei  der  Kürze
der  Wintertage  und  bei  der  ungemeinen  Verzögerung  solcher  Arbeiten ­
  bei  Verwendung  von  Kerzenlicht,  möglich  war.  Dass  sie
nicht  mehr  vermochten,  ist  nicht  ihre  Schuld.  Dennoch  bin  ich  im
Stande,  dermal  die  völlige  Zuslandebringung  der  Abschriften  und
des  Nach  Vergleichs  aus  dem  Basler  Codex  anzuzeigen,  so  wie  die
baldige  Vollendung  der  beiden  Copien  und  des  Nachvergleichs  aus
den  Pariser  Handschriften,  voraussichtlich  bis  Ende  September  1.  J.
Doch  auch  diese  Zeit  war  nicht  ganz  ohne  sonstige  Ausbeute
für  unser  Unternehmen.  Ein  löblicher  Eifer  für  die  Zwecke  Ihres
Ausschusses  gab  nämlich  dem  Chorherrn  des  Stiftes  Klosterneuburg
Herrn  Dr.  Hartmann  Ze  ibig  Veranlassung,  unaufgefordert  sich  uns
als  einen  Förderer  unserer  Zwecke  kund  zu  geben.  Er  wandte  sich
nämlich  unterm  2.  April  1.  J.  schriftlich  an  die  Akademie  in  der
für  ihn  höchst  ehrenvollen  Ueberzeugung  „dass  es  für  Oesterreichs
Stifte  eine  Ehrensache  sei,  die  Zwecke  der  k.  Akademie  nach
Kräften  zu  fördern”,  indem  er  zugleich  ein  Verzeichniss  der  das
Konstanzer  wie  Basler  Concil  betreffenden  Actenstücke  vorlegte,
welche  der  Chorherr  seines  Stiftes  Kolomann  Knapp  von  Ilyppleius,
Vertreter  des  Salzburger  Capitels  und  mehrerer  Prälaten  Oesterreichs ­
  auf  dem  Basler  Concile,  durch  den  Notar  Joh.  Egner  vonKrudt
in  vier  in  der  Stiflsbibliothek  zu  Klosterneuburg  noch  aufbewahrten
Handschriften  (Codex  636,  637,  A  und  B,  dann  640)  sammeln  Hess.
Ihr  Ausschuss  war  über  diese  Mittheilung  sehr  erfreut,  weil
sie  Hoffnung  gibt,  dass  auch  von  anderer  Seite  her  ähnliche  Nachweisungen ­
  folgen  werden,  besonders  dann,  wenn  durch  den  Beginn
von  Veröflentlichungen  die  Aufmerksamkeit  der  gelehrten  Welt
sich  mehr  noch  auf  unser  Bestreben  lenken  wird.
            
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