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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Ich  stellte  daher  an  Sie  die  Bitte,  durch  Vermittlung  des  hohen
Ministeriums  des  Aeussern  die  beiden  erstereh  Handschriften  hieher
kommen  zu  lassen,  wegen  Abschriftnahme  von  der  dritten  aber,
und  zwar  an  'Ort  und  Stelle,  mit  einem  eben  nach  Paris  reisenden
deutschen  Privatgelehrten,  Herrn  Dr.  Konrad  Ilofmanu  zu
München,  mich  ins  Einvernehmen  setzen  zu  dürfen.  Beides  wurde
von  Ihnen  genehmigt  und  dem  gemäss  beide  Wege  zugleich  eingeschlagen. ­

Die  Note  des  h.  Ministeriums  des  Aeussern  vom  20.  April  1850,
womit  dasselbe  einen  Bericht  des  kais.  Geschäftsträgers  zu  Bern
dto.  11.  April  mittheilte,  über  die  Bedingungen  der  Entlehnung
der  Handschrift  der  Basler  Universitäts-Bibliothek  Nr.  A.  I.  32,
welche  die  Schriften  des  Johannes  de  Ragusio  enthält,  bezeichnefe
  als  Bedingung  der  Hiehersendung  eine  Sicherstellung  von
3000  fl.  C.  M.  für  den  Fall  eines  Verlustes  der  entlehnten  Handschrift. ­
  Ich  rieth  in  meinem  Berichte  an  Sie  auf  Zusage  dieser
Sicherstellung  ein,  indem  durch  unsere  Postanstalt,  nach  eingeholter ­
  specieller  Erkundigung,  anstandslos  auch  auf  diese  Summe
Sicherstellung  geleistet  werde,  und  indem  ich,  wenn  mir  die  Handschrift ­
  anvertraut  würde,  für  deren  unversehrte  Verwahrung  während ­
  der  Abschriftnahme  Sorge  tragen  zu  wollen  mich  anheischig
machte.  Die  Gesammt-Akademie,  an  welche  die  Frage  wiegen  der
hohen  Sicherstellungs-Summe  gerichtet  werden  musste,  genehmigte
meinen  Antrag  auf  Einrathen  der  Classe,  und  dem  zu  Folge  ward
abermals  an  das  hohe  Ministerium  des  Aeussern  die  Bitte  der  Akademie ­
  um  die  Entlehnung  der  Handschrift  gerichtet.  Durch  diese
nicht  wohl  zu  umgehenden  Verhandlungen  war  begreiflicherweise
abermals  eine  längere  Verzögerung  von  drei  Wochen  bedingt,  da
die  Gesammt-Sitzungen  der  Akademie  nur  einmal  im  Monate  statthaben, ­
  die  Sache  war  aber  jetzt  wenigstens  im  Zuge  und  es  war
mit  aller  Wahrscheinlichkeit  auf  günstigen  Erfolg  beider  Gesuche
an  das  Ministerium  zu  hoffen.
Unsere  Erwartungen  wurden  dem  entsprechend  auch  nicht
getäuscht,  denn  schon  nach  acht  bis  neun  Wochen  waren,  Dank
der  Liberalität  der  betreffenden  Regierungen,  alle  drei  Handschriften ­
  wohlbehalten  in  unseren  Händen,  leider  war  aber  auch  mittlerweile ­
  mit  dem  1.  August  der  Eintritt  der  Ferien  der  Akademie  herzugekonnnen,
  die  jeder  von  uns,  nachdem  er  durch  zehn  Monate  in
            
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