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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Ulrich  von  Krumau  und  Eggenberg,  Fabricius  Platter  und  Lobkowilz
  versprachen  ihr  Gesuch  su  unterstützen.*).  Der  Kaiser
gab  das  Gesuch  an  die  böhmische  Hofkanzlei  um  Bericht  und
Gutachten.
1626  und  1627  wurden  die  kaiserlichen  Reformationsedicte
für  ganz  Böhmen  erlassen.  Der  Kaiser  befahl  in  dem  Patente  vom
3.  Mai  1627  (Wien)  mit  Berufung  auf  das  Reformationspatent  des
Fürsten  Carl  von  Lichtenstein  vom  30.  April  1626  für  ganz  Böhmen,
dass  alle  Einwohner  sich  zur  katholischen  Religion  bekehren  mussten,
alle  Prädikanten  sollen  ausgewiesen  werden.  Da  viele  Personen
mit  Hinterlassung  ihrer  Habe  und  Güter  geflohen  waren  oder  von
Anverwandten  und  Freunden  unterstützt  und  verborgen  wurden,  verordnete
  das  Patent,  dass  Niemand,  wer  er  auch  sei,  solche  Flüchtlinge ­
  beherbergen  oder  ihnen  Vorschub  leisten  dürfe.  Jeder  soll
der  Obrigkeit  ausgeliefert  werden,  bei  einer  Strafe  von  200Schub
meissnisch  -).  Ein  Schreiben  derOberstlandcsofficiere,  Landrechtsbeisitzer, ­
  Sr.  Majestät  geheimer  und  anderer  llälhe  und  des  Statthalters ­
  in  Böhmen  an  die  Stadt  Eger  befahl,  das  Patent  zu  publiciren
  und  affigiren  zu  lassen  3 ).  Ein  zweites  kaiserliches  Patent
vom  20.  December  1627  (von  Prag)  verordnete,  dass  alle,  welche
bis  zu  dem  verlängerten  Termine  bis  Ende  Mai  1628  nicht  zur  katholischen ­
  Religion  übergetreten  seien,  ihre  Güter  verkaufen  und
emigriren  sollten.  Die  Güter  der  Witwen  und  Waisen  sollen
gegen  Einsetzung  katholischer  Vormünder  sequestrirt  werden“).
Im  Sommer  1627  kam  Bartholomäus  Brunner,  k.  k.  Appellationsrath, ­
  in  Eger  an  und  übergab  dem  Rath  ein  kaiserl.  Rescript  vom
23.  Aug.,  dass  das  deutsche  Haus  gegen  Rückerstattung  des  ausgelegten ­
  Kaufschillings  an  den  Maltheserritter  Freihern  von  Thun
überlassen  werden  soll  5 ).  Ihm  folgten  den  3 /is  Dec.  die  k.  k.
Commissäre  Hermann  Graf  Cernin,  Georg  Michna  von  Weizenhofen,
Christoph  Gradl  von  Prunenberg,  Romanus  Kugelmann,  mit  ihnen
Georg  Runner  von  Kaltisehin,  Commandeur  des  Kreuzherrnordens.

')  Relation  der  Abgeordneten  über  die  Reise,  22.  Mai  1028.  Fase.  I!.  42.
~)  Fase.  II.  44.
3 )  Vom  II.  Juli  1027.  Fase.  II.  4.'>.
4 )  Fase.  II.  47.
Fase.  III.  3.
            
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