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Wolken, an deren unterem Ende zwei Engel. Das Crucifix ist nach
meiner Meinung nach einem alten Modelle, die Mutter Gottes aber
im sechzehnten oder siebzehnten Jahrhundert gearbeitet. Diesen, den
gegen Süden nämlich altern Thurm *) verlassend, dem nur der Neubau
angepasst wurde, schreitet man über das Dach der Kirche zum
neuen, auf dem die grosse Glocke hängt.
IX.
Diese Glocke trägt die Schrift:
LEIDT (sic) MAN MICH DIE LEBENDIGEN BERATE ICH ZU
DER EHRE GOTTES.
DIE TODEN (sic) BEWEINE ICH • MATHIAS PIRINGER IN
KREMBS GOSS MICH 1717. S. T. II als Schriftprobe.
Basreliefs: Südseite: Mariae Krönung; Nordseite: Taufe Johannis,
unter welchem das Stifts- und Prälaten-Wappen: IOANNES
BAPTISTA F ÖDERMAYER 2 ) PROBST ZV SANCT FLORIAN.
Westseite: Die H. H. Sebastian und Florian.
Ostseite: Die Heil. Veronica und Donatus.
Unten am Rande der Glocke:
Ioannes babtIsta praes VL sanCtI fLorIanI natVs
IbIDeM. Dieses Chronostikon zeigt die obige Zahl 1717. Die
Klammern, mittelst deren die Glocke am Wagebalken befestiget ist,
bilden sehr gut gearbeitete menschliche Köpfe. Sie wiegt hundert
vier und fünfzig Zentner.
Die grosse Glocke hat im Durchmesser 7' 6", in der Höhe 5'
6"; der Ton: Contra-jF, auch die Octav davon ist hörbar. Die ausführlichsten
Verzeichnisse der Kosten der Verfertigung, des Transportes,
der Feierlichkeiten bei der Taufe, beim Aufziehen, liegen
im Archive des Stiftes.
*) Vermuthlich in seiner ursprünglichen Form ebenfalls mit den alten
Glocken aus gleicher Zeit, aus dem Anfänge des vierzehnten Jahrhunderts
denn von 24 Mark Silbers, welche der Pfarrer Friedrich von Schirolfing
(das am Attersee so schön gelegene Schörlling) dem Kloster um
diese Zeit vermacht hatte , wurden 20 Pfund und, 7 Schillinge unserm
Thurme gewidmet. Stülz a. a. 0. S. 44.
-) Prälat v. J. 1716—1732. Der grosse Baumeister des Stiftes. Stül/. Geschichte
von St. Florian, S. 162 u. s, f.