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mit dem Erzbisthiime Salzburg zusammengestellt werden. So die erwähnten
Glocken von Florian mit dem grossen Taufbecken im
Dome zu Salzburg, dessen Gestalt folgende ist: Vier Löwen aus
Bronze liegen auf einem marmornen griechisch-gekreuzten Fussgestelle.
Auf ihren Rücken ruht fast schwebend eine seichte, nach
oben sich erweiternde Schale von 4' 2" Durchmesser Die Aussenseite
umgeben sechzehn Bogenreihen, inner welchen sechzehn
Bischöfe in ihrem Ornate stehen, auf dem Bogen ist immer ihr
Name geschrieben, unter denselben befindet sich der heil. Augustinus,
nach dessen Regel damals die Domherrn vereint lebten.
Am obersten Rande der Schale liest man drei leoninische
Hexameter:
SVM VAS EX AERE FACTVM PECCATA DELERE
PER ME FIT SACRI PVRGATIO VERA LAVACRI
PVRGATVR TOTVM QVOD SIT BAPTISMATE LOTVM.
Daran schliesst sich:
M. h. e. FRIED 2 ) ME FECIT ANNO DNI MCCCXXI.
Am unteren Rande abermals drei leoninische Verse:
GRATIA DIVINA PECCATORVM MEDICINA
MVNDA MENS FIAT FONTIS VNDA;
LEX VETVS ERRAVIT NOVA LEX ME—SANCTIFICAVIT.
Nach dieser Digression von Salzburg wieder auf den alten
Thurm zu Florian zurückkehrend, der in seiner alten, nur hie und
da etwas sichtbaren Form ebenfalls ein Werk des vierzehnten Jahrhunderts
zu sein scheint, trifft man ausser diesen beschriebenen
der Urkunde, dass der Pfarrer Albert von Waldkirchen wahrscheinlich
ein Wohltliäter der Glocken gewesen. Die Glocken v. J. 1318 und die
Urkunde v. J. 1321 stehen daher in einem merkwürdigen sich gegenseitig
erklärenden Zusammenhänge, wesshalh Kunst und Industrie für Geschichte
immer sehr lehrreich sind.
*) Erinnert in der künstlerischen Auffassung an das grosse Meerbecken,
weiches die zwölf Ochsen stützen, auf den prachtvollem Niello - Antipendium
zu Klosterneuburg. Die mit der Taufe Christi zugleich vorgestellten
Bilder, als die Prototypen derselben, sind die aus Aegypten geführten
Israeliten und eben benanntes Meer. Arnelh, ,,Das Niello-Antipendium zu
Klosterneuburg. Wien 1844, S. 17. —
2 ) Der Erzbischof, der obgenanntes Becken machen liess, war Friedrich III.,
welcher v. J. 1315 —1338 regierte; er war ein treuer Freund und Bundesgenosse
Friedrich’s des Schönen von Oesterreich, der diesem auch seine
Mannen zur Schlacht von Mühldorf 1322 zuführte. — Herzogthum Salzburg,
bei Schön, das Becken gezeichnet von Pezolt. —