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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Ueber  der  Schrift  die  bildlichen  Vorstellungen  der  Evangelisten. ­
  Diese  Glocke  hat  im  Durchmesser  2'  11  f/n",  in  der  Höhe
V  10  der  Ton:  C.
Sie  wird  geläutet  um  5%  Uhr  Morgens,  dann  als  Zeichen  zur
Capitel-Messe;  bei  den  Leichenbegängnissen  der  Armen;  auf  sie
schlägt  der  Hammer  der  Uhr  die  Viertel  der  Stunden.
IV.
Ä-D'MCCCXIX-AGLA  IHS  XUS.  Dann  der  leoninische  Hexameter:
NOS  PRGC6  GREG01U—SCÜRVM-1VNGE  DECOItl.
Diese  Glocke  hat  im  Durchmesser  2'  5",  in  der  Höhe  1'  IO 1 //';
der  Ton:F.  Sie  wird  geläutet  durch  fünf  Minuten  zum  Chor  Morgens ­
  6V4  Uhr  und  zur  Vesper  um  2  Uhr;  bei  den  Leichenbegängnissen ­
  der  Armen.
V.
AVG  ■  MARIA  GRACIA  PLENA  DOMINVS  DGCVM  RENEDICTA
TVI.  MAISTER  IORG.
Die  Glocke  hat  im  Durchmesser  1'  9",  in  der  Höhe  1'  5",  der
Ton:  As.  Sie  wird  geläutet  zum  Chor;  zum  Schlüsse  des  Gebetes.
Diese  fünf  Glocken  aus  dem  Beginne  des  vierzehnten  Jahrhunderts ­
  gehören  gewiss  zu  den  grössten  Seltenheiten  ihrer  Art
im  Lande  ob  der  Enns  und  in  mancher  Beziehung  selbst  der
Monarchie,  da  es  vielleicht  keine  nachweisbar  ältere  gibt  als  sie 1 ),
sowie  das  Stift  selbst  eines  der  ältesten  im  Kaiserthume  ist.

ratur.Wien  1837,  LXXIX,  S.  20)  sowie  überhaupt  nicht  selten  auf  Glocken
aus  dem  13.,  14.  und  15.  Jahrhundert,  auf  mystischen  Ringen  u.  s.  w.
und  dürfte  (wenn  nicht  am  einfachsten:  „Ad  GLoriAm”  zu  lesen)  eine
cabbalistische  Bezeichnung  Gottes  (nämlich  die  Anfangsbuchstaben  des  Satzes: ­
  Attha  gibbor  l’olam  adonaj.  d.  i.  Du  (bist)  mächtig  in  Ewigkeit,  Herr
cf.  Buxtorf.  Lex.  chald.  talm.  et  rabbin  p.  22)  enthalten.  Weiteres  darüber
siehe  in  Dr.  E.  Brinckmeier,  Glossarium  diplomaticum.  Nürnberg  1851»
Bd.  II,  Heft  I,  S.  49.
1 )  Zu  den  Glocken  von  St.  Florian  sind  2  Urkunden  sehr  merkwürdig,  die
ich  der  freundlichen  Mittheilung  des  dortigen  Archivars  Herrn  Stütz  verdanke. ­
  Dieser  bemerkte  in  seiner  ,,Geschichte  des  reg.  Chorherrn-Stiftes
St.  Florian”  S.  44.  ,,Probst  Heinrich  bezeugt  mit  dem  Dechante  Dietrich ­
  1308,  dass  Werner  von  Winkel,  Chorherr  des  Stiftes  und  Spitalmeister, ­
  beim  Eintritte  ins  Kloster  10  Talente  zum  besseren  Unterhalte
der  7  Spitalpfründen  zwar  bestimmt  habe;  allein  da  sie  nothgedrungen
dieses  Geld  zur  Wiederherstellung  der  Glocken  gebraucht,  so  haben  sie
            
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