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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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„Jahren  1460  bis  1465  stammende  „österreichische  Chronik
„des  deuts  ch  e  nRi11ero  rdens”  (?),  bestehend  aus  zweiThei-„len,
  wovon  der  erste  meines  Dafürhaltens  der  gelehrten  Welt
„unter  dem  Namen  der  alten  preussischeu  Chronik  bekannt  sein
„mag  (?).  Doch  das  Stockholmer  Exemplar  hat  gewiss  viel
„richtigereLesearten,  als  das  von  Hm.  Vo  igt  in  seiner  Geschichte
„Preusscns  benützte.  Der  zweite  Theil  ist  ein  förmliches  Diarium
„besonders  des  Jahres  1454,  aus  welchem  ich  recht  schätzbare
„Daten  über  Böhmens  Söldnerwesen  in  der  Zeit  zusammenstellte.
„Ein  Herr  Kostka  und  ein  Herr  Niklas  spielen  die  Hauptrolle.
„Für  Oesterreich  fand  ich  bemerkenswerth  die  Darstellung  des  Ver-„hältnisses,
  in  welchem  W  ilhelm  von  Oesterreich  zur  Hedwig,
„Gemahlinn  Jagello’s  von  Polen,  stand  (?).  Ob  diese  mir  unbekannte
„Darstellung  ein  neues  Licht  aut  Wilhelm’s  Stellung  zu  seiner  Verlobten ­
  werfen  werde,  kann  ich  zur  Stunde  aus  Mangel  aller  Hilfs-„mittel
  noch  nicht  bestimmen,  originell  ist  sie  auf  jeden  Fall  (?);
„auch  über  Mährens  traurige  Zeit  zwischen  1391—94  fand  ich
„manche  Belege  u.  s.  w.
„Trithemius,  Chronicon  Hirsaugiense,  ein  herrliches  Ma-„nuscript
  in  3  Folio-Bänden,  wenn  nicht  Original,  doch  gewiss
„aus  der  Gleichzeit,  würde  wohl  verdienen,  verglichen  zu  werden,
„doch  dazu  ist  keine  Zeit.  —  Ich  konnte  das  Werk  nur  durch-,,blicken.”

„Im  Augenblicke  beschäftige  ich  mich  mit  einer  österrei-,,duschen
  Chronik,  welche  bis  zum  Jahre  1398  reicht,  vollständig ­
  ist,  und  305  beschriebene  Folioseiten,  zweispaltig,  fasst.
„Auf  einem  starken  Papier  ist  sie  deutsch  geschrieben,  und  gewiss
„gleichzeitig  oder  höchstens  aus  der  ersten  Hälfte  des  15.  Jahrhunderts.'—Hätte ­
  ich  doch  P  ez,  Scriptores  rerum  austriacarum
„bei  mir!”  —  (Es  ist  die  bekannte  Hagen’sche  Chronik.  CA.)
„Nun  noch  etwas  über  das  R  e  i  c  h  s  a  rchi  v.  In  neuester  Zeit
„kam  hieher  aus  Tidö  die  Axel  Oxens  tj  er  na 1  s  che  Sammlung,
„mit  der  eben  ein  Graf  Oxenstjerna  beschäftigt  ist,  sie  in  Ordnung
„zu  bringen.  Es  sind  nur  allein  siebzehntausend  Briefe  (!!!)  vorhanden ­
  und  dabei  die  Kriegsberichte  aller  Feldherren  des  dreissig-,jährigen
  Krieges.  Was  mag  nicht  da  alles  liegen,  was  unserer
„Geschichte  wohlthäte!  —  Um  meine  Kräfte  nicht  zu  zersplittern,
„wählte  ich  mir  bloss  die  Periode  von  1643  bis  1650,  als  die  für
            
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