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vom Neckar und deniBodeiisee her zusammenliefen, war ein bedeutender
Handelsort 1 ), in dem man schon mehrere Mercur-Bilder gefunden
hat, z. B. ein aus Stein gehauenes, das im Peutingerischen
Hause eingemauert war, aber vom Zahne der Zeit sehr zerstört ist 3 ).
2. Bei dem Worte „SVB . COS” in der sechsten Zeile setzt
schon Gruter LHI. 10. willkürlich hinzu: Reinesius legit „SVB .
Centuria COHortis.”
In Forcellini’s Lexicon heisst es unter Subcenturio mit
Hinweisung auf Liv. VIII. S. fin: 3 ) In Inscript, apud Gruterum
LIII. 10. pro SVB COS . LEG . III. ITAL . legcndum videtur SVBCEN.
tnrio LEG . III . ITAL.
Die Kaiser schickten in ihre Provinzen Legaten als Verwalter,
und diese hiessen lcgati consulares, weil sie Consulargcwalt
halten, oder schlechtweg consulares. Consularis
würde der stehende Titel der kaiserlichen Provincial-Statthalter.
Meines Erachtens heisst SVB . COS sub consulari, d. i. unter dem
Corpscommandauten.
3. Die Legio III ltalica verdankt ihre Entstehung dem
K. Marcus Aurelius Antoninus, der sie nach Dio Cassius LV. 24
um das Jahr 176 n. Chr. in Rhätic n errichtete. Hier hatte sie
bis in die spätesten Zeiten des römischen Reichs ihr Standquartier
und Bregenz gehörte zu Rhaetia II., daher auf den römischen
Denkmälern in Bayern dieser dritten italischen Legion so
häufig Meldung geschieht 4 ).
Bekanntlich gibt es von keiner Legion mehr falsche, meist
vonLigorius erfundene, Inschriften als von dieser und der III Par-“)
Propior ad Danubium Hermundurorum civitas, fida Romanis; eoque so-Iis
Germanorum commercium, sed penitus atque in sp 1 en didissi ma
Uliaetiae provinciae colouia, Tacit. German, cap. 41.
~) Cf. Ware. Velser lib. cit. pag. 208 seq. ■— Die im Königreiche Bayern
gefundenen und dem Biere ur geweihten Gelübdesteine und Aren sind
verzeichnet in: Das römische Bayern in antiquarischer Hinsicht, von Dr.
Joseph v. Hefner, 2, Aufl. München 1842, S. 22 ff. von Nr. 36—53.
“) Romano, haud salis fidenti viribus, jam Romae permissum erat ab consulibus,
ut sub c en turi o nem sibi, quem vollet, legeret, qui tutaretur
eum ab uno destinato hoste. In dieser Stelle jedoch wird der subcenturio
nicht als festes Amt, sondern nur als in einem besondere Fall zur Vertretung
und Unterstützung des Centurio angenommen.
4 ) Verhandlungen des historischen Vereins von Oberpfalz und Regensburg
1840. S. 14 ff.